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Dienstag, 28 Oktober 2014 17:32

Streuobst in der Ökomodellregion

Ende Oktober waren die Vorstände der Obst- und Gartenbauvereine in der Ökomodellregion ins Waginger Rathaus geladen, um über die Möglichkeiten von Streuobstpflanzungen zu diskutieren.

Streuobstbestände gehören zum Landschaftsbild des bayerischen Voralpenlandes dazu wie die Kalbin auf der Alm. Im Laufe der letzten Jahrzehnte verschwinden sie aber zunehmend, vielen ist die Pflege zu aufwändig und der Ertrag zu unansehnlich. Dabei wird aber übersehen, wie vielfältig und einzigartig die Streuobstbestände sind, gibt es hier doch an das heimische Klima perfekt angepasste Sorten mit dem Geschmack der Region zu entdecken! Für die Natur spielen die Streuobstbestände eine extrem wichtige Rolle, sie bieten Lebensraum für Hunderte Tier- und Pflanzenarten.

 

Viele Obst- und Gartenbauvereine der Region haben sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Streuobst beschäftigt, es wurden Kurse zum Obstbaumschnitt angeboten, Sammelbestellungen von Obstbäumen organisiert und Möglichkeiten zur Obstverwertung veröffentlicht. Die Einführung der Obstpresse war ein Segen für den Erhalt der Streuobstbestände. Die Vorstände der Obst- und Gartenbauvereine sind angesichts vieler Aufgaben froh über jedes aktive Mitglied, das sich u.a. Wissen zum Obstbaumschnitt aneignet. Große Keltereien in der Region erzielen derzeit im Bio-Saft-Bereich Umsatzsteigerungen. Ihr wachsender Bedarf an Bio-Obst wird durch Zukäufe aus dem In- und Ausland gedeckt, an heimischer Bio-Ware wären sie sehr interessiert und würden dafür auch höhere Preise zahlen. Ziel der Ökomodellregion und der AG Streuobst ist es, diese beiden Seiten an einen Tisch zu bringen, u.a. sollen Möglichkeiten für eine Sammelzertifizierung von Bio-Obst ausgelotet werden.

 

Die sieben Gemeinden der Ökomodellregion haben sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren gemeinsam 1.500 Bäume zu pflanzen! Deshalb werden neben Gemeindeflächen auch landwirtschaftliche Flächen, aber auch private Flächen oder kirchliche Grundstücke ab einer Mindestfläche für ca. 10 Bäume gesucht, die mit Hochstämmen bepflanzt werden sollen. Der Landschaftspflegeverband informiert über die Förderkriterien. Interessenten sollten sich möglichst bald im Büro der Ökomodellregion oder beim Landschaftspflegeverband Traunstein melden, denn die Sammelbestellung für die Frühjahrspflanzung muss bereits bis Anfang Dezember gemacht werden.

 

Wichtig dabei ist: Die Bäume sollen nach der Pflanzung nicht sich selbst überlassen werden, es gilt, sie zu pflegen und zu hegen, damit eines Tages stattliche Obstbäume aus ihnen werden. Für die Pflege auf öffentlichen Flächen sucht die Ökomodellregion deshalb interessierte Bürger.

 

Haben Sie sich vielleicht schon immer einen schönen Streuobstbaum gewünscht, aber bisher keinen Platz in ihrem Garten? Wollen Sie ihren Kindern den Wandel der Jahreszeiten und die Abläufe in der Natur näher bringen? Möchten Sie endlich mal wieder in einen Apfel beissen, den Sie selber von „ihrem“ Baum gepflückt haben?

 

Wer eine verfügbare Fläche hat oder sich vorstellen kann, unter Anleitung der Obst- und Gartenbauvereine eine Patenschaft für Streuobstbäume zu übernehmen, soll sich bitte im Büro der Ökomodellregion oder beim Landschaftspflegeverband Traunstein (Jürgen Sandner) melden.

 

Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel
Marlene Berger-Stöckl und Christa Zeitlmann
Telefon: 08681/ 4005-37 (Montag bis Mittwoch)
Telefax: 08681/ 4005-61
E-Mail:

 

Hier die Förderkriterien für Streuobstpflanzungen.

 

 

Gelesen 3106 mal Letzte Änderung am Dienstag, 28 Oktober 2014 21:24
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