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Donnerstag, 21 Juli 2022 11:16

„Wir brauchen Bio mehr denn je“

Ökolandbau: Vielfalt auf dem Acker|Hubert Heigl, LVOE Bayern|||| Ökolandbau: Vielfalt auf dem Acker|Hubert Heigl, LVOE Bayern|||| Bild: LVÖ Bayern|Bild: LVÖ Bayern||||

Pressemitteilung der LVÖ zur BioFach 2022

München, 20.07.2022: „Angesichts der aktuellen Krisen brauchen wir Bio mehr denn je“, so Hubert Heigl, 1. Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ), im Hinblick auf die BioFach, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel vom 26. bis 29. Juli in Nürnberg. „Die ökologische Landwirtschaft bietet die dringend benötigten, vielfältigen Lösungen, um gleichzeitig Ernährung zu sichern und Klima und Umwelt zu schützen“, so Heigl weiter. Andreas Hopf, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH, ergänzt: „Bei allen Verschiebungen, die derzeit auch den Bio-Markt in Bayern betreffen, bleibt das Angebot an heimischen Bio-Erzeugnissen knapp. Für die aktuelle Nachfrage brauchen wir dringend mehr Bio-Fläche in Bayern.“

 

Ertrag mäßig, Vermarktung sehr gut

 

Wie ihre konventionellen Kolleginnen und Kollegen erwarten auch die Bio-Landwirtinnen und Landwirte in weiten Teilen Bayerns eher geringe Erträge aus der Ernte 2022 – es hat in vielen Regionen Bayerns zu wenig geregnet, wieder einmal. Keine Sorgen bereitet dagegen die Vermarktung. Andreas Hopf: „Außer beim Dinkel haben wir im Bio-Bereich ein knappes Angebot, das einer weitaus größeren Nachfrage gegenübersteht. Das gilt für Weizen, Roggen, Braugerste, Mais und Futtergetreide ebenso wie für Ölsaaten und Körnerleguminosen. In den letzten Jahren wurde einfach zu wenig Ackerfläche auf Bio umgestellt. Deshalb sagen wir: Der Zeitpunkt für Ackerbaubetriebe für eine Umstellung auf ökologische Landwirtschaft ist günstig!“

 

Angemessene Förderung für eine lebenswerte Zukunft

 

Hubert Heigl: „Die vielen Landwirtinnen und Landwirte in Bayern, die bereit stehen für die Umstellung auf Ökolandbau, brauchen jetzt klare Signale aus der Politik. Nur mit einer Förderung, die ihre künftigen Mehrleistungen für Umwelt und Gesellschaft angemessenen honoriert, können sie den Schritt in die Umstellung wagen.  Deswegen muss der Freistaat den vom Bund vorgegebenen Rahmen voll ausschöpfen, um bei der Ökolandbauförderung weiterhin an der Spitze zu bleiben. Die aktuell eher unruhige Lage auf den Märkten darf Bayern nicht davon abhalten, das Ausbauziel von 30% Ökolandbau bis 2030 konsequent weiter zu verfolgen.“

 

Denn, so Hubert Heigl: „Die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen heißt: Mehr Bio! Ökologische Landwirtschaft schützt unsere Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt. Für die Sicherheit unserer Ernährung, hier und auf der ganzen Welt, brauchen wir dringend stabile, regionale Wirtschaftskreisläufe, wie wir sie im Öko-Bereich bereits erfolgreich praktizieren. Die Abhängigkeit von extrem schwankenden Weltmarktpreisen stellt sich aktuell wieder einmal als Falle heraus, wie auch die Abhängigkeit von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden. Mit einer angemessenen und verlässlichen finanziellen Förderung des Ökolandbaus stellt die Politik in Bayern die Weichen für eine lebenswerte Zukunft!“ 

 

Bio-Umsatz: immer noch deutliches Plus  

 

Der gesamte Lebensmittelmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2022 Umsatzrückgänge. Verunsichert durch Inflation, steigende Lebensmittel- und Energiepreise sowie die Ukraine-Krise greifen Kundinnen und Kunden vermehrt zu günstigeren Produkten. Diese Verschiebung macht sich auch im Bio-Segment bemerkbar: Während der Naturkostfachhandel mit teils deutlichen Umsatzrückgängen zu kämpfen hat, verzeichnen die Discounter sogar Bio-Zuwächse. Bei Bio greift ein weiterer Aspekt: Auf den hohen Umsatzanstieg während der Corona-Jahre 2020 und 2021 folgt nun ein Rückgang auch deshalb, weil die Menschen wieder deutlich mehr in Kantinen und Gaststätten essen – wo Bio bisher nur selten auf der Speisekarte steht. Hubert Heigl: „Entscheidend ist: Wenn wir die aktuellen Zahlen mit dem entsprechenden Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019 vergleichen, sehen wir immer noch ein deutliches Plus für den Umsatz mit Bio-Lebensmitteln. Die Menschen wissen, warum sie Bio kaufen, und viele bleiben ihrer Haltung zu Bio treu, auch an der Ladenkasse. Wir in der Bio-Branche arbeiten mit aller Kraft daran, dass dies so bleibt und dass die Arbeit aller an der Herstellung von hochwertigen Bio-Produkten Beteiligten jetzt und in Zukunft fair entlohnt wird.“

 

Die LVÖ auf der BioFach 2022

 

Die Messe BioFach, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, findet dieses Jahr coronabedingt ausnahmsweise im Juli statt. Vorstände, Geschäftsführung und MitarbeiterInnen der LVÖ sind auf der BioFach präsent. Wir führen Gespräche u.a. mit Staatsministerin Michaela Kaniber sowie Mitgliedern der Ausschüsse für Landwirtschaft bzw. Umwelt im Bayerischen Landtag. Wir führen den Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Akteure der 27 bayerischen Öko-Modellregionen zu ausgewählten Ständen bayerischer Bio-Anbieter. Außerdem ist die LVÖ als Lizenznehmerin für das Bayerische Bio-Siegel involviert in die Präsentation des Siegels auf der BioFach.

 

Heidi Kelbetz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+49 89 4423190-16 /

 

Hinweis und Einladung zur Biofach:

Am Donnerstag, den 28.07. ist die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel in Halle 6, Stand Nr. 335 am Stand der bayerischen Ökomodellregionen vertreten, von 11-14 Uhr. Gemeinsam mit Eva Bernauer von der TI Waging und der Bio-Heuregion aus Oberösterreich stellen wir das neue Projekt „BiOS erleben“ vor, in dem beide Modellregionen und drei beteiligte Tourismusverbände für das heimische Bioangebot im Hofladen, in der Gastronomie und Hotellerie werben. Schauen Sie gern am Stand vorbei!

 

Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ)
Landsberger Straße 527, 81241 München
Zentrale: +49 89 4423190-0
Fax +49 89 4423190-29
Besuchen Sie gerne unsere Website: www.lvoe.de

 

Weitere Informationen

  • Ökomodellregion: Waginger See – Rupertiwinkel
  • Adresse: Rathaus, Salzburger Str. 1, 83329 Waging am See
  • Telefon: 08681 / 4005-37
Gelesen 186 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 21 Juli 2022 13:26
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