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Montag, 31 Mai 2021 18:00

Naturnahe Hecke am Strandbad Taching

Die Seegaststätte in Taching mit frisch gepflanzter naturnaher Hecke.|Seegaststätte Taching|||| Die Seegaststätte in Taching mit frisch gepflanzter naturnaher Hecke.|Seegaststätte Taching|||| Bild: Christiane Koch|Bild: Christiane Koch||||

Eine lebendige Artenvielfalt auf den eigenen Flächen zu fördern, das ist den Gemeinden der Ökomodellregion ein echtes Anliegen.

Ein „ökologisches Pflegekonzept“ für gemeindeeigene Flächen ist deshalb seit Herbst in Vorbereitung, Bauhöfe sowie die Gemeindeverwaltungen planen Fortbildungen zum Thema. Bürgermeisterin Steffi Lang, Christiane Koch vom Bauamt und Ökomodellregionsmanagerin Marlene Berger-Stöckl haben jetzt die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und ein besonders lebendiges Beispiel an der Seegaststätte in Taching geschaffen: Anstelle des alten Zauns, der der Seegaststätte umgeben hat, wurde mit tatkräftiger Unterstützung des Bauhofes Taching am See auf zwei Seiten eine naturnahe Hecke gepflanzt.

 

Die Hecke enthält heimische Pflanzen wie z.B. den heimischen Schneeball, Zwergliguster oder Alpenjohannisbeere, die Pollen und Nektar für Wildbienen sowie Beeren als Vogelfutter liefern. Jede Hecke ist nach einigen Jahren, wenn sie relativ ungestört wachsen darf und naturnah geschnitten wird, Lebensgrundlage und Refugium für Kleinstlebewesen wie Käfer, Spinnen oder Fluginsekten; sie bietet Futter und Versteckmöglichkeiten für Vögel, die in der Feldflur auch bei uns seltener werden, Raum und Nahrung für Kleinsäuger wie z.B. Wiesel oder Spitzmaus (ganz besonders, wenn zur Hecke noch ein Krautsaum kommt). Darüber hinaus bietet sie uns Menschen Schutz vor Wind und Erosion, erfreut mit Duft und schönen Blüten und versorgt uns im besten Fall im Herbst mit gesundem Wildobst, im Fall der Hecke an der Seegaststätte künftig mit zahlreichen Hagebutten. Denn der Schwerpunkt der Pflanzung liegt auf niedrig wachsenden heimischen Wild-, Strauch- und Beetrosen, die nicht nur schön blühen, sondern auch einen Vitamin C-reichen Fruchtertrag liefern.

 

Die besondere Anforderung bestand darin, trotz der Naturnähe eine Hecke zu finden, die auch nach mehreren Jahren noch „kultiviert“ ausschaut und vor allem so niedrig bleibt, dass der schöne Seeblick nicht verdeckt wird – das konnte mit Hilfe von Kreisfachberater Markus Breier durch die Pflanzenauswahl gelöst werden. „Wir hoffen, dass wir mit solchen Lösungen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so Bürgermeisterin Lang, die sich über das Engagement und das Miteinander von Bauverwaltung, Bauhof und Ökomodellregion sehr freut – „denn während ein Zaun altert, wird eine naturnahe Hecke erst mit zunehmendem Alter richtig wertvoll und schön. Gemeinsam mit unserem Gemeinderat und Partnern wie dem Planungsbüro, dem Landschaftspflegeverband und der Ökomodellregion werden wir uns über weitere gute Beispiele in Taching Gedanken machen“.

 

Weitere Informationen

  • Ökomodellregion: Waginger See – Rupertiwinkel
  • Adresse: Rathaus, Salzburger Str. 1, 83329 Waging am See
  • Telefon: 08681 / 4005-37
Gelesen 772 mal Letzte Änderung am Freitag, 28 Mai 2021 19:49
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