Montag, 24 August 2015 02:00

Auch Vereine können regional und bio einkaufen

|| || Ramona Oswald||

Über 300 Vereine gibt es in der Ökomodellregion, und nicht wenige davon halten regelmäßig ein Vereinsfest ab, bei dem es viele hungrige Besucher zu versorgen gilt.

 

Wer einen Schritt weitergehen möchte und auf konsequente Regionalität setzt, schaut beim Begriff „regional“ noch genauer hin – am einfachsten geht das beim Direktvermarkter oder im Kontakt mit dem Landwirt. Extensiv geführte Betriebe und Biobetriebe verfolgen das Ziel möglichst geschlossener Betriebskreisläufe und beziehen ihr Futter weitgehend vom eigenen Hof oder aus der Region. Sie setzen dabei auf hohe Grundfutteranteile (Gras oder Heu) und niedrige Kraftfuttergaben (u.a. Getreide). Das bedeutet nicht automatisch weniger Gewinn für den Betrieb.

In der Ökomodellregion hat es bisher zwei Treffen mit interessierten Vereinsvorständen und –grillern gegeben, um Vorschläge für ein „Biomenü“ für Vereinsfeste vorzustellen.

 

Rindfleisch aus der Region

Wer auf Fleisch aus der Region setzt, denkt an Rindfleisch statt nur an Schweinefleisch, denn als Gründlandregion spielt die getreidereiche Schweinemast keine Hauptrolle bei uns. Aber lässt sich Rindfleisch gut grillen?

Eine Voraussetzung dafür: Es sollte gut abgehangen sein. Beste Gewähr dafür ist der örtliche Metzger oder ein (Bio-)Direktvermarkter, der die richtigen Tipps zur Zubereitung gleich mitliefern kann. Besonders gefragt ist Weidefleisch. Wer viel Zeit und etwas Erfahrung mitbringt, kann durch den Einsatz eines Smokers (Räuchergrill) nicht nur hochwertiges Entrecote oder andere Edelteile, sondern auch  kostengünstige Teile wie eine große Rinderbrust zart und wohlschmeckend zubereiten.

 

Der Smoker braucht Zeit

Allerdings sollte man für große Bratenteile einen Vorlauf für das „smokern“ von mindestens 12 Stunden einplanen oder das Fleisch im Dampfgarer vorgaren. Die niedrige Temperatur von 100-120° im Smoker erfordert diese lange Zeit. Ein interessanter Beitrag von „Unser Land“ dazu kann unter www.br.de in der Mediathek abgerufen werden. Schneller geht es, Rindersteaks und Schweinefleisch auf herkömmlichem Weg zu grillen.

 

Bio- und Direktvermarkterliste abrufen

Bezugsquellen für regionales Biofleisch und weitere Produkte können jederzeit bei der Ökomodellregion erfragt oder auf den kommunalen Internetseiten unter Ökomodellregion abgerufen werden. Extensive und weitere Vermarkter sind unter verschiedenen Regionalplattformen aufgelistet.  

Biohendl dürfen in der Regel länger und tiergerechter leben als herkömmliche Masthendl, sie werden später geschlachtet und sind größer. Deshalb braucht man einen passenden Grill dazu oder muss mehr Zeit zum Grillen einplanen. Wer eine größere Anzahl Biohendl braucht, sollte sie schon drei Monate vorher beim Bio-Direktvermarkter wie z.B. beim Betrieb Kettenberger in Tittmoning vorbestellen.

 

Grillen geht auch vegetarisch

Sehr zufrieden sind mehrere Vereine mit einer einfachen vegetarischen Variante: gegrilltes regionales (Bio-)Gemüse und Goaßkaastaler aus der Region, die sie erfolgreich getestet haben.

Die Braugerste für ein regionales Biobier liegt inzwischen in der Mühle, der regionale Biosenf wird gerade geerntet und erfasst. Ein großes Dankeschön an alle, die für ihre Vereinsaktivitäten und im täglichen Einkauf auf regionale Produkte und/ oder regionale Biolebensmittel achten und damit unsere Landwirte unterstützen!

 

Ein Handzettel der Bio-Direktvermarkter in der Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel kann hier heruntergeladen werden.Bio-Direktvermarkter in der Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel kann hier heruntergeladen werden.

 

Gelesen 1741 mal Letzte Änderung am Montag, 24 August 2015 15:25