Mittwoch, 11 September 2019 12:01

Grünlandtagung zu Besuch in der Ökomodellregion Waging am See

|||| |||| Foto: Monika Grassl||||

Die Gewässerqualität des Waginger Sees zu verbessern und dabei konkrete Lösungen zusammen mit Landbewirtschaftern zu suchen, ist Aufgabe des boden:ständig Projektes Waginger/Tachinger See.

In den Jahren 2014 bis 2018 wurden elf verschiedene Maßnahmen zur Verminderung der Phosphorbelastung aus der Landwirtschaft umgesetzt. Drei dieser ingenieurökologischen Lösungsansätze wurden am 31. August von knapp 60 Grünlandexperten aus ganz Deutschland und benachbarten Ländern besucht. Die Beispielsmaßnahmen wurden bezüglich ihrer Planung, Umsetzung, Pflege und Wirkung für die Minderung des Phosphateintrags rege diskutiert.

 

Selbst den Experten der Grünlandbewirtschaftung wurde erst durch die Exkursion bewusst, wie rasch das, was auf den Wiesen und Weiden geschieht, auf den See Wirkung haben kann. Auch von den großen Distanzen, über die Nährstoffe in den See eingetragen werden, waren selbst sie überrascht. Prof. Auerswald von der TU München, einer der Organisatoren der Tagung, fasste zusammen: Maßnahmen, wie sie von boden:ständig geplant und umgesetzt werden, sind zur Absicherung unumgänglich, auch wenn das erste Ziel sein muss, die Nährstoffe auf den landwirtschaftlichen Flächen zu halten.

 

Als weiterer wichtiger Aspekt des Gewässerschutzes wurde daher auch die langfristige, flächenhaft nachhaltige Landbewirtschaftung herausgestellt. Hierbei stellt sich die Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel als Knotenpunkt dar. Sie verknüpft biologisch wirtschaftende Betriebe mit den Menschen vor Ort, mit Verarbeitern von Bioware und interessierten Verbrauchern, und leistet durch die Förderung des Biolandbaus einen langfristigen Beitrag zum nachhaltigen Gewässerschutz. Einblicke in die Arbeit der Ökomodellregion wurden auf dem Bio-Betrieb von Hans Praxenthaler gegeben. Hier wurde neben der Hof- und Grünlandbesichtigung bei einer Brotzeit eine Vielzahl an kulinarischen Eindrücken mit Bioprodukten aus der Region vermittelt. Auch bekamen die Teilnehmer mit der Besichtigung der mobilen Käserei von Stephan Scholz einen Einblick in die praktische Arbeit und die „Veredelung von Grünland“.

 

Bericht von Monika Grassl, BBV-Landsiedlung, vom 09.09.2019

 

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