Mittwoch, 25 Januar 2017 22:01

Chiemgaukorn und Flaschlbrot ausgezeichnet

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Bronze Barnhouse|Bronze Bioflaschlbrot|Gruppenfoto Prämierung LVÖ|Gruppenfoto Prämierung LVÖ||| Bronze Barnhouse|Bronze Bioflaschlbrot|Gruppenfoto Prämierung LVÖ|Gruppenfoto Prämierung LVÖ||| Hans Eder|Hans Eder|Christoph Assmann|Christoph Assmann|||

„Bayerns beste Bio-Produkte“: Zwei Preisträger aus dem Landkreis – Bestätigung für Projekte der Ökomodellregionen

Berlin/ Waging am See/Landkreis Traunstein. Gold für  Julia Reimann und Stefan Schmutz vom Bio-Hof „Chiemgaukorn“ in Weiding bei Trostberg und Bronze für das Flaschlbrot von Jessica Linner aus Tettenhausen in Kooperation mit der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel. Diese zwei Projekte aus dem Landkreis Traunstein sind am Samstag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zusammen mit acht weiteren als „Bayerns beste Bio-Produkte 2017“ ausgezeichnet worden. Die Ökomodellregion ist zusammen mit der Partnerregion Isental auch an einem weiteren dritten Preis beteiligt: 40 Bauern aus den beiden Regionen liefern den Hafer für das mit Bronze ausgezeichnete Produkt „Granola“-Knuspermüsli der Barnhouse Naturprodukte GmbH in Mühldorf.

 

„In diesen Produkten findet sich all das, was wir uns als Verbraucher von Lebensmitteln wünschen: eine umfassende Nachhaltigkeit, die in der Region gestaltet wird und dort wirkt, und ein ganz besonderer Geschmack, den es nicht überall so gibt“, so Josef Wetzstein, der Vorsitzende der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ), der gemeinsam mit dem Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Preise übergab.

 

Begeistert zeigte sich Wetzstein auch von der Innovationskraft der beteiligten Unternehmen: „Von ihrem Engagement und Ideenreichtum können wir alle etwas lernen. Diese Betriebe bilden einen ganz wichtigen Baustein der Initiative BioRegio Bayern 2020, mit der die bayerische Staatsregierung das Ziel verfolgt, ausgehend von 2012, bis 2020 den Anteil des Ökolandbaus zu verdoppeln.“ Der Wettbewerb „Bayerns beste Bio-Produkte“ ist eine Initiative der LVÖ Bayern und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert.

 

Der Wettbewerb wurde bereits zum fünften Mal erfolgreich durchgeführt. Eine fünfköpfige unabhängige Jury bewertete die 55 eingereichten Produkte nach einem umfassenden Kriterienkatalog: mindestens zwei Drittel der Rohstoffe aus Bayern, Regionalität, soziales Engagement, Umweltengagement, Produktqualität, Geschmack und Verpackung, Transparenz des Betriebs, Auftreten in der Öffentlichkeit.  

 

„Chiemgauer Knuspertaler“   

 Dass schnelle Küche auch vollwertig, lecker und rundum gesund sein kann,  zeigen die mit Gold ausgezeichneten, köstlichen, innen luftigen und außen schön knusprigen Chiemgauer Knuspertaler aus geschrotetem Buchweizen vom Bio-Hof  „Chiemgaukorn“. Die fertige, in der Zubereitung ganz einfache Mischung ist verfeinert mit getrocknetem Gemüse und Kräutern, getreidefrei und kommt ohne jegliche Zusatzstoffe aus.

 

Hergestellt wird sie auf dem Naturlandhof von Julia Reimann und Stefan Schmutz. Diese haben schon zwei Mal Auszeichungen bei „Bayerns beste Bio-Produkte bekommen: ebenfalls Gold für ihren „bayerischen Reis“ und Silber für ihr Leindotteröl. Unter dem Motto „Vielfalt bewahren“ haben sich die beiden ganz dem Anbau von alten Kulturpflanzen verschrieben: Auf ihren bunt blühenden Feldern wachsen unter anderem Leindotter, Leinsamen, Hanf, Emmer, Einkorn, Linsen und natürlich der Buchweizen für die Knuspertaler. Bienen, bodenbrütende Vögel und andere Wildtiere fühlen sich hier pudelwohl, besondere Anbaumethoden wie Mischkulturen und Untersaaten schaffen ein Maximum an Ökologie auf dem Acker. Die Ernte wird direkt auf dem Hof zu einer breiten Palette von natürlichen Lebensmitteln verarbeitet. Man findet sie im Hofladen, über den Online-Shop, in Bioläden und Biosupermärkten. Infos unter www.chiemgaukorn. de.

 

Backmischung für Hanfweckerl 

Das „Boarische Hanfweckerl“ des Tettenhausener Ein-Frau-Betriebs Flaschlbrot von Jessica Linner im Rahmen  der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel wurde mit Bronze geehrt. Die von Hand befüllte Flasche mit der Backmischung für die  Hanfweckerl sieht wunderschön aus. Weil aber außer Schönheit noch viel mehr in der Flasche steckt, sollte man sie nicht nur verschenken, sondern unbedingt auch selbst ausprobieren. Auch Menschen ohne große Ahnung vom Backen holen mit dieser Backmischung innen saftige, außen resche, extrem leckere Weckerl superfrisch aus dem eigenen Ofen.

 

Die ganz besonderen Zutaten sind Laufener Landweizen, eine alte, fast vergessene Sorte aus dem Chiemgau/Rupertiwinkel, und geschälte Hanfsamen. Auch die weiteren Zutaten stammen fast ausschließlich aus regionalem Anbau, und die Landwirte erhalten dafür einen fairen Preis. Damit steht das Flaschlbrot ganz im Zeichen der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel und dem Aufbau von fairen Erzeuger-Verbraucher-Kooperationen. Die Flaschen mit der Mischung für die boarischen Hanfweckerl gibt es im Chiemgauer Einzelhandel und zum Bestellen auf der Internetseite. Mehr Infos unter www.flaschlbrot.de.

 

Knuspermüsli von Barnhouse 

Das „Granola“-Knuspermüsli der Barnhouse Naturprodukte GmbH in Mühldorf holte einen weiteren Preis in der Bronze-Kategorie.  Mit gebackenen Knuspermüslis startete der Bio-Pionier 1979 seine erfolgreiche Laufbahn, mitbegründet von Sina Nagl, bis heute Geschäftsführerin der Firma.  Die neuen „Granolas“ aus dem Hause Barnhouse gehen neue Wege, zum Beispiel mit einer sehr geringen Süße aus Reissirup – für alle, die es gerne knusprig-gschmackig, aber nicht zuckersüß mögen. Der natürliche Geschmack der hochwertigen, wenigen Zutaten kann sich voll entfalten, und das leckere Müsli kommt ganz ohne Aroma-, Hilfs- oder Zusatzstoffe aus. Neue Wege eröffnet hat auch das von Barnhouse 2015 gestartete Projekt zur Förderung der regionalen ökologischen Landwirtschaft: 40 Partner-Landwirte in den benachbarten Ökomodellregionen bauen für Barnhouse Dinkel und Hafer an und profitieren von den Abnahme- und Preisgarantien. Im Rahmen des Projekts wird auch die Züchtung eines biologisch-dynamischen Spelzhafers finanziert und die Anbaumethode „Zwei-Nutzen-Feld“ erforscht. Dabei ergänzt wertvoller Leindotter (Ölpflanze, Bodenverbesserer und Nahrungsquelle für Bienen) den Hafer als Untersaat. Der Hafer für die neuen Granolas stammt zu 100 Prozent aus dem Barnhouse-Regionalprojekt. Mehr Informationen auf www.barnhouse.de. he

 

Artikel von Hans Eder, SOR vom 23.01.2017 und TS Tagblatt vom 24.01.2017

 

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