Freitag, 25 Oktober 2019 12:58

Besuch einer Streuobstwiese

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Die Schulklassen der Jahrgangsstufe 2 – 4 der Grundschule Otting – Wonneberg durften die Streuobstwiese der Familie Pflug in Tettelham besuchen.

Die ausgebildete Umweltpädagogin Fr. Barbara Pflug hatte sich für die 90 Minuten dauernde Führung ein abwechslungsreiches Programm überlegt.

 

Nachdem sie mit den Kindern zusammen erarbeitete, dass eine Streuobstwiese aus Obstbäumen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Sorten besteht, die umweltverträglich bewirtschaftet werden, durften die Zweitklässler als erstes eine Apfelschorle verkosten. Im Anschluss sollten die Schüler in Kleingruppen, Tiere und Pflanzen, die auf der Streuobstwiese zu Hause sind, suchen, aufschreiben und vorstellen.

Auf einem Tisch hatte Fr. Pflug verschiedene Äpfel aufgelegt. Sie erklärte den Kindern, dass es alte und neue Apfelsorten gibt. Und dass Leute, die allergisch auf Äpfel reagieren, oft die alten Apfelsorten gut vertragen können. Dann sollten sich die Kinder selber ihr Urteil bilden und aus den alten Sorten Boskop, Oldenburg, Topaz, Schweizer Orangenapfel und der neuen Sorte Rubinola einen Gewinnerapfel ermitteln. Eifrigst wurde gerochen und geschmeckt. Mit großer Mehrheit wurde die Sorte Rubinola zum Siegerapfel gewählt. Die Sorte Boskop erhielt die Silbermedaille und die Bronzemedaille teilten sich Topaz und Oldenburg.

Nach dem Essen war Zeit, um sich in einem Bewegungsspiel so richtig auszutoben. Zum Schluss durften noch Würmer gebastelt werden, die auf eine Apfelvorlage geklebt wurden.

 

Für die dritte und vierte Klasse stellte Frau Pflug jeweils eine Flasche Apfelschorle, Apfelnektar, Direktsaft und Konzentrat bereit. Die Kinder sollten in Gruppen die Getränke nach Aussehen, Geschmack und Geruch bewerten und jeweils eine Schulnote vergeben. Die besten Noten bekamen der Nektar und der Direktsaft. Danach durften die Kinder mit Dosenlupen die Streuobstwiese nach Insekten absuchen. Ebenso wie die Zweitklässler bekamen die Kinder aus der dritten und vierten Klasse zum Abschluss verschiedene Apfelsorten zum Probieren.

Bei jeder Aktivität der Schüler ließ Fr. Pflug geschickt Informationen einfließen so z. B. dass Streuobstbäume 100 Jahre lang leben, die Vor- und Nachteile von Plantagenbäumen oder zeigte ganz unbekannte Wildobststräucher wie Speierling und Mispel.

 

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Fr. Pflug für Ihre engagierte und kindgerechte Art und Weise uns Sinn und Nutzen, aber auch die Schönheit einer Streuobstwiese nahe zu bringen.

Ebenso herzlich möchte sich die Schule bei den Gartenbauvereinen der Gemeinden St. Leonhard und Otting bedanken, die das Materialgeld übernommen und diese Führung für uns möglich gemacht haben.

(K. Aschenbrenner, K. Eder und K. Kahnert)

 

Letzte Änderung am Freitag, 25 Oktober 2019 14:49
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