Dienstag, 26 Juli 2016 16:22

Wunschgroßeltern freuen sich über fünf Jahre

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Annette Köhler (rechts), die Initiatorin des Wunschgroßeltern-Projekts, bekommt zum Jubiläum Blumen überreicht – aus der Hand von Margarete Winnichner, der stellvertretenden Geschäftsführerin des Diakonisches Werks, des Trägers der Maßnahme. Links Eugen Wette-Köhler und Oberbürgermeister Christian Kegel.|Für Kinder gab es beim Wunschgroßeltern-Jubiläum viele interessante Spiel- und Spaßangebote.|Für Kinder gab es beim Wunschgroßeltern-Jubiläum viele interessante Spiel- und Spaßangebote.||| Annette Köhler (rechts), die Initiatorin des Wunschgroßeltern-Projekts, bekommt zum Jubiläum Blumen überreicht – aus der Hand von Margarete Winnichner, der stellvertretenden Geschäftsführerin des Diakonisches Werks, des Trägers der Maßnahme. Links Eugen Wette-Köhler und Oberbürgermeister Christian Kegel.|Für Kinder gab es beim Wunschgroßeltern-Jubiläum viele interessante Spiel- und Spaßangebote.|Für Kinder gab es beim Wunschgroßeltern-Jubiläum viele interessante Spiel- und Spaßangebote.||| privat|privat|privat|||

Jubiläum mit Konzert der Gruppe „Sternschnuppe“ und Ehrungen

Traunstein. Das Jubiläumsfest der Wunschgroßeltern-Vermittlung Traunstein wurde mit einem Konzert des Duos „Sternschnuppe“, mit Ehrungen und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein in der Franz-von-Kohlbrenner-Schule in Traunstein gefeiert. Seit fünf Jahren gibt es dieses Projekt des Diakonischen Werks, in dem Senioren, die sich wünschen, ein Kind aufwachsen zu sehen und es dabei zu begleiten, mit jungen Familien  zusammengebracht werden mit dem Ziel einer Beziehung auf Gegenseitigkeit.

 

Seit einem Jahr haben sich Projektleiterin Annette Köhler und das Organisations-Team auf diesen Tag vorbereitet. Es sollte für die ganze Familie etwas geboten werden. Und so engagierten sie das Duo „Sternschnuppe“ mit Margit Sarholz und Werner Meier, die sich im bayerischen Raum mit ihren fetzigen Kinderliedern inzwischen bei Jung und Alt einen Namen gemacht haben.

 

Vor dem Konzert gab es eine kurze Ehrung der Wunschgroßeltern. Oberbürgermeister Christian Kegel, der die Schirmherrschaft über das Jubiläum übernommen hatte, und Margarete Winnichner, die stellvertretende Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, richteten anerkennende Worte an die Wunschomas und -opas, die ihre Betreuungsaufgabe ehrenamtlich leisten. Margarete Winnichner, die selbst seit Jahren einen mittlerweile 13-jährigen Buben betreut, stellte ihnen in Aussicht, dass es sich dabei wohl um eine Lebensaufgabe handele. OB Kegel sprach von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn sowohl die Senioren als auch die Familien könnten bei einer solchen Vermittlung nur gewinnen.

 

Das Konzert war ein voller Erfolg. Die „Sternschnuppen“ brachten viele ihrer bekannten Lieder zu Gehör: vom Kühlschrank, der spazieren ging, von der Kuh, die ins Kino wollte, von der Brezenbeißerbande und den Regenpiraten und noch einige mehr. Besonders die jungen Zuschauer gingen temperamentvoll mit, sangen und klatschten. Manch einen hielt es nicht mehr auf den Sitzen, es wurde begeistert mitgetanzt und gehüpft. Auch OB Kegel stellte seinen Sinn für Humor unter Beweis, indem er auf der Bühne mit einigen Kindern ein „armes Würschtl“ mimte. Das sei ja für einen Ob durchaus auch manchmal eine zutreffende Rolle, kommentierte Werner Meier. Da die Begeisterung so groß war, ließen sich die Künstler am Ende noch zu drei Zugaben „überreden“.

 

Im Anschluss an das Konzert, das im Übrigen eingebunden war in die Chiemgauer Kulturtage, wurde auf dem festlich hergerichteten Schulhof mit Kaffee und Kuchen, mit Brezen und Limo weiter gefeiert. Mit Spielen, die teils selbstgemacht waren, teils vom Kreisjugendring zur Verfügung gestellt waren, verging der Nachmittag sehr unterhaltsam, und pünktlich zu diesem Teil des Festes kam auch die Sonne heraus.

 

Viele Helfer waren fleißig bei der Sache. Die Wunschgroßeltern selbst legten äußerst engagiert mit Hand an, wo sie gebraucht wurden. Auch die Familien halfen nach Kräften, manche schon im Vorfeld. Einige junge Damen, Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege, übernahmen den Kuchenverkauf und den Abwasch. So herrschte emsiges Treiben auf dem Schulhof, aber es blieb auch noch Zeit für entspannte Gespräche. Zur Erinnerung an dieses besondere Ereignis erhielten die Wunschgroßeltern von der Projektleitung ein mit ihrem Namen graviertes Glas. Wer sich über die Arbeit der Wunschgroßeltern genauer informieren möchte, kann das über die neue Homepage des Projekts tun: www.wunschgrosseltern-ts.de. Es werden laufend neue Wunschomas und -opas gesucht; denn es besteht eine Warteliste von Familien, die gern welche hätten. he

 

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