Freitag, 03 Juni 2016 12:40

Beste Stimmung beim „Heimspiel“ von Folk & more

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Ramona Mühlbacher|Resi Mühlbacher|Michael Schankweiler|Resi Mühlbacher|v.l.: Ramona und Resi Mühlbacher, Michael Schankweiler|Dank von Bürgermeister Martin Fenninger||| Ramona Mühlbacher|Resi Mühlbacher|Michael Schankweiler|Resi Mühlbacher|v.l.: Ramona und Resi Mühlbacher, Michael Schankweiler|Dank von Bürgermeister Martin Fenninger||| Eder Hans|Eder Hans|Eder Hans|Eder Hans|Eder Hans|Eder Hans|||

Benefizkonzert erbringt 862 Euro für die Schule – Verstärkung durch Ramona Mühlbachers tolle Stimme  

Wonneberg. Amerikanische Folksongs, Evergreens und eigene Kompositionen – diese Mischung macht den Reiz von Folk & more aus. Erstmals trat das Duo in St. Leonhard auf, wo Sängerin Resi Mühlbacher zu Hause ist; in Grabenstätt, wo Michael Schankweiler wohnt, hat Folk & more schon mehrfach gespielt. Dieses Heimspiel für Resi Mühlbacher hatte auch einen ganz konkreten Hintergrund: In der Schule, in deren Turnhalle das Konzert stattfand, soll ein Gartenhäuschen zur Unterbringung der vielen Pausen-Spielgeräte gebaut werden, und das Konzert sollte etwas zur Finanzierung des auf rund 4000 Euro geschätzten Häuschens beitragen, wie Schulleiterin Maria Hipf zu Beginn sagte. Die knapp 150 Besucher spendeten denn auch großzügig, von dem schönen Konzert angeregt und inspiriert: So kamen letztlich genau 862 Euro zusammen.

 

Das erste Lied des Abends war bezeichnend für die Musikalität und die Liebe zur Musik, die die beiden ausstrahlen, mit Michael Schankweiler als tragender Säule ist, von dem nicht nur die Arrangements, sondern auch viele eigene Lieder stammen. So begann er das Programm mit seinem „Liebeslied“ an seine Gitarre: „Ich hab so gern mit dir gespielt“, bekannte er da – in Erinnerung an eine Zeit, da er aus gesundheitlichen Gründen eine ganze Weile nicht mehr spielen konnte. Im Konzertprogramm folgten darauf Songs von Musikern, die Schankweiler als seine Vorbilder bezeichnet: vor allem Songwriter wie Eric Clapton („Before you accuse me“ oder „Wonderful tonight“), den jüngst 70 Jahre alt gewordenen Bob Dylan („Times are a-changin’“), aber auch den deutschen Liedermacher Reinhard Mey, von dem Folk & more das berühmte „Annabelle“ spielten – wobei Schankweiler einräumte, dass er das ganz bestimmt nicht in Reinhard Mey’scher Geschwindigkeit singen könne: „Der singt ja vier Silben pro Sekunde.“

 

Mit der „Neuzeit“ – so der Titel einer weiteren Eigenkomposition – hat Schankweiler so seine Probleme, mit all den Handy und den vielen anderen Medien: „Wie das wohl früher war?“ fragt er sich in seinem Lied. Und zeigte sich bei weiteren eigenen Titeln als ebenso nachdenklicher wie musikalisch vielseitiger Songschreiber: so etwa bei seinen Erinnerungen an die Jugend am Niederrhein oder bei seinem Liebeslied an ein „Little Girl“. Und auch Resi Mühlbacher machte sich so ihre (musikalischen) Gedanken mit ihrem neuen, selbst geschriebenen Lied über „Freundschaft“, und großartig ihr Auftritt dem Leonard Cohens „Halleluyah“ mit einem eigenen deutschen Text. Nicht immer aber war alles tierisch ernst. Die Ansagen hatten häufig einen humorigen Unterton, und mit ihrem „Schnucki, fahr ma nach Kentucky“ ernteten sie nicht nur viel Gelächter im Publikum, viele klatschten bei diesem alten Gaudi-Lied auch gern mit.

 

Musikalische Höhepunkte des Abends waren aber die Lieder, bei denen sich als Dritte im Bunde Resi Mühlbachers Tochter Ramona, 21 Jahre jung, dazu gesellte. Die junge Dame verfügt über eine tolle Stimme, die sicher noch eine Menge mehr Potential hat, als sie an diesem Abend zeigen durfte, und lieferte einen ganz souveränen Part ab. Im Duett mit ihrer Mutter hörte sich das richtig gut an, etwa bei „The Circle Game“ von Joni Mitchell, bei „All About It“ von Emeli Sandé oder ganz und gar nicht zuletzt bei dem CCR-Klassiker „Cottonfields back home“. Ein ganz besonderes Highlight war schließlich noch die Zugabe, als die beiden Damen gemeinsam und stimmgewaltig den Seer-Titel „Wuids Wasser“ anstimmten – das war schon ein bisschen Gänsehaut-Feeling. Und großer Beifall lohnte die Musik des Trios.

 

Wie sich beim Rundum-Dank am Schluss herausstellte, war dieses Folk&more-Konzert eine echte Familienveranstaltung. Resi Mühlbacher hatte ihre Tochter zum Singen mitgebracht, und Ehemann Hubert war für die Technik zuständig. Michael Schankweilers Gattin Gisela sorgte für die richtige Ausleuchtung, und Sohn Andreas besorgte die Video-Aufnahme.

 

Bürgermeister Martin Fenninger dankte seinerseits allen am Konzert und der Vorbereitung Beteiligten und durfte sich auch selber Dankesworte anhören; schließlich hat er die Idee für das Konzert gehabt und auch selbst viel bei der Organisation mitgewirkt. Dieses Konzert und das Zusammenwirkten von vielen, das dazu notwendig war, sei einmal mehr ein Beweis für die „Lebendigkeit“ in der Gemeinde, die ihm besonders am Herzen liege. Und wichtig sei es ihm auch, dass die Schule nicht nur eine „billige Baumarkt-Hütte“ bekommt, sondern was Gescheites. 500 Euro dafür hat inzwischen auch noch die Sparkasse beigetragen, und durch Spendenlauf an der Schule wird auch noch etwas Geld dazu kommen. he

 

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