Mittwoch, 13 April 2016 16:37

Winterlinde verschönert Bahnhof von Weibhausen

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||| ||| Hans Eder|Hans Eder||

Gemeinde pflanzt Bäume und verbessert Platzsituation - „Leada Laubfrösch“ helfen mit großem Eifer mit

Wonneberg. Eine ganze Schar von (zweibeinigen) Laubfröschen machten die Pflanzung der Winterlinde am Bahnhof Weibhausen zu einer ebenso wusligen wie grünen Angelegenheit. In ihren grünen T-Shirts halfen die Mitglieder der „Leada Laubfrösch“, der Kindergruppe des Gartenbauvereins Wonneberg, fleißig mit, den frisch gepflanzten Baum des Jahres kräftig zu wässern und die Erde drum herum fachgerecht zu bearbeiten.

 

Bürgermeister Martin Fenninger und Gartenbauvereinsvorsitzender hatten dazu aufgerufen, die im Rahmen der Verschönerungsmaßnahme für den Weibhauser Bahnhof gepflanzte Linde – und noch einige Bäume mehr – mit einem kleinen Festerl willkommen zu heißen. Und die Nachwuchsgartler waren samt Müttern und Vätern dem Aufruf recht zahlreich gefolgt, worüber sich der Bürgermeister sehr freute. Er erzählte kurz, dass man den Bahnhof etwas verschönert und verbessert hatte, was man nicht nur an den frisch gepflanzten Bäumen, sondern auch dem ordentlich gepflasterten Containerplatz und etlichen neu angelegten Parkplätzen unschwer erkennen konnte. Und als Tüpferl auf dem „i“ waren noch zusätzlich Bäume und Sträucher gepflanzt worden – darunter der Baum des Jahres, eine Winterlinde.

 

Mit dabei war auch Georg Unterhauser, der Kreisfachberater für Gartenbau vom Landratsamt. Er unterhielt sich mit den Kindern, stellte ihnen Fragen und erklärte die Bedeutung von Baumpflanzungen, insbesondere im Fall der Winterlinde, die besonders für die Bienen sehr wichtig sei. Die Winterlinde, so der Kreisfachberater, ist heuer Baum des Jahres, und daher freue er sich, dass die Gemeinde hier gerade auch einen solchen Baum gepflanzt hat. Dann wollte er von den Kindern wissen, wie alt sie glauben, dass solch eine Linde wird. Die Schätzungen gingen sehr weit auseinander: von 85 über 1000 bis 5863, wie ein vorwitziger Bub vorschlug. So alt wohl nicht, schränkte Unterhauser ein, aber beispielsweise stehe auf der Fraueninsel eine Linde, die auf fast 1000 Jahre geschätzt werde.

 

Wichtig sei bei der Linde aber vor allem, dass sie eine ganz wichtige und wertvolle „Bienenweide“ sei. Wenn die Linde blüht, dann sei um sie drumherum stets ein ganz intensives Summen vieler Bienen zu hören, die sich hier die Zutaten für den Honig holen. Und damit die Weibhauser Linde schön wächst und vielen Bienen Nahrung gibt, sollten die Kinder, so Unterhausers Appell, immer mal dran denken, eine Gießkanne mitzunehmen, wenn sei vorbei kommen, und sie zu gießen; denn sie brauche viel Wasser, gerade jetzt, damit sie gut anwächst. Auch sollten sie auf den Baum aufpassen und ihn nicht kaputt machen. Schließlich solle die Linde ja mindestens 500 Jahre alt werden. Dann verteilte Unterhauser noch Packerl mit Blumensamen, damit alle Teilnehmer auch zu Hause dafür sorgen können, dass möglichst viele Blumen wachsen, die die Bienen dringend benötigen.

 

Bürgermeister Fenninger bedankte sich bei allen, die an der kleinen Feier mitgeholfen haben, und freute sich, dass es gelungen sei, den Bahnhof von Weibhausen etwas schöner zu machen. Neben der Winterlinde, deren Pflanzung vom Förderprogramm ILE unterstützt wurde, waren auch noch eine Eiche, eine Kirsche, ein Ahorn und ein Apfeldorn sowie einige Sträucher gepflanzt worden. Und dass die Parkplätze und der Containerplatz ordentlicher geworden sind, ist dem Bürgermeister auch eine echte Genugtuung; die Situation vorher sei schon fast unzumutbar gewesen. Und eine Freude war es dem Bürgermeister auch, dass bei den Grabarbeiten ein großer Findling ausgegraben wurde, der jetzt neben der Linde aufgestellt wurde. he

 

Bildtext: Da wuselte es grad so vor Laubfröschen: Die Mitglieder der Kindergruppe des Wonneberger Gartenbauvereins waren eifrig am Werk, der Erde rund um die frisch gepflanzte Winterlinde noch den letzten Schliff zu geben, und versorgten sie mit ganz viel Wasser. Mitgeholfen haben auch, von rechts, Kreisfachberater Georg Unterhauser, Gartenbauvereinsvorsitzender Alfons Mader und Bürgermeister Martin Fenninger. Foto: Eder

 

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