Dienstag, 02 April 2019 08:56

Das 1 x 1 des Rosenschnitts – Rosenschnittkurs des Obst- und Gartenbauvereins Wonneberg

geschrieben von
|||| |||| Barbara Huber||||

Rosen schneiden – warum, wann und wie? Diese Fragen stellt sich so mancher Rosenbesitzer jedes Jahr im Frühling.

Doreen Maierhofer aus Holzhausen bei Otting ist eine Rosen-Expertin und hatte Antworten auf all diese Fragen. Sie teilte gern ihr reiches Wissen mit den Kursteilnehmern des Wonneberger Obst- und Gartenbauvereins. Zuerst gab es grundlegende Informationen zu Historie, Pflanzung, Düngung und Pflege von Rosen. Damit man lange Freude an den Rosen hat, solle man beispielsweise keine No-Name-Rosen kaufen, ideal sind dagegen „ADR-Rosen“. Ein fachgerechter Rückschnitt sei auf alle Fälle wichtig, denn die Rosen werden dadurch verjüngt, bleiben kompakt und zudem wird Wachstum und Blütenfülle angeregt, erklärte die Kursleiterin. Orientierungshilfe für den optimalen Schnittzeitpunkt im Frühjahr ist die Forsythienblüte. Bei öfter blühenden Rosen sollte im Sommer auch der Remontierschnitt nicht fehlen. Wie wichtig gutes Schneidewerkzeug ist, zeigte sie anhand ihrer eigenen Scheren und Messer.

 

Bevor man nun mit dem Schneiden beginnen konnte, kam die Bestandsaufnahme: Wo hat der Frost Spuren hinterlassen? Was ist offensichtlich krank oder zu schwach um Blüten zu tragen? Welche Zweige stehen so dicht, dass sie sich gegenseitig behindern würden? Als nächstes ist zu beachten, um welche Rosengruppe es sich handelt, also ob man eine Beet- oder Edelrose, Strauchrose, Kletterrose oder auch eine Bodendeckerrose vor sich hat. Denn es gibt große Unterschiede beim Rückschnitt. „Bei Beet- oder Edelrosen nicht zimperlich sein!“, riet Doreen Maierhofer den Gartlern und so wurde diese Rose auf fünf bis acht Augen bei den starken Trieben und auf drei Augen bei den schwachen Trieben zurückgenommen.

 

Beim anschließenden Gang durch den Garten durften die Rosenfreunde dann auch schon selbst zur Gartenschere greifen und den Rückschnitt üben. Die Kaffeepause wurde genutzt um Erfahrungen auszutauschen und weitere Tipps und Tricks rund um die Rosenpflege zu erhalten.

 

Am Schluss bedankte sich 1. Vorstand Alfons Mader sehr herzlich bei Doreen Maierhofer. Der Kurs war sehr gelungen und interessant, so dass sich nun schon jeder darauf freut, das neu erlernte Wissen im eigenen Garten umzusetzen.

 

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