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Käseglück zum Selbermachen
Nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu weich und nicht zu fest: Jede angehende Käsesorte braucht die richtige Körnung ihrer Ausgangsbestandteile (rechts Christina Frangen). (Foto: ÖMR )

Käseglück zum Selbermachen

Christina Frangen vom Paulbauernhof zeigt bei der Ökomodellregion, wie aus Milch Käse wird

 

Saaldorf-Surheim.  „Werde zum Käsemacher!“: Das Motto, das Bäuerin Christina Frangen für ihren Käsekurs ausgegeben hatte, brachte es auf den Punkt: Die Gruppe an Teilnehmerinnen lernte in zwei Stunden das Wichtigste aus Theorie und Praxis, worauf es bei der eigenen Herstellung von Weichkäse ankommt. Wie es im Pressebericht der Ökomodellregion heißt, stammt sie selbst von einem Bioziegenhof mit Direktvermarktung in der Eifel und führt nach der Einheirat in einen bayerischen Milchviehbauernhof selbst eine kleine Käserei, in der neben Weichkäse auch verschiedene Hartkäsesorten produziert werden.

 

„Unsere Urlauber freuen sich immer sehr über den hofeigenen Biokäse, auch im Hofladen bieten wir ihn an. Die Milch darf zwar pasteurisiert, aber nicht über 65 Grad erhitzt sein“, beantwortete sie zu Beginn Fragen der angehenden KäsemacherInnen zur Vermarktung und zum Ausgangsstoff. „Rohmilch darf jeder gern daheim für sich verwenden, aber aus Gründen der Lebensmittelsicherheit verwenden wir pasteurisierte Milch“.

 

Von der passenden Temperatur beim Einlaben bis zur richtigen Korngröße des Käsebruchs, vom Schöpfen in die Käseformen bis zum Wenden und Einlegen des Weichkäses, alle Schritte wurden anschaulich erklärt und anschließend gleich eingeübt. „Wenn der Käse quietscht, haben wir was falsch gemacht, er soll locker und cremig sein“, ging die Kursleiterin auf gängige Käsefehler ein.

 

Wenn ein Schritt wie das Einlaben oder Abtropfen der Molke eine längere Wartezeit bedingte, hatte die Biobäuerin bereits die passenden gereiften Produkte vorbereitet, damit die Kursbesucher alle Schritte selbst praktisch ausführen konnten. „Wir haben soviel gelernt, das probieren wir daheim gleich aus“, meinte ein Urlauberehepaar aus Hessen, das regelmäßig in der Region seinen Urlaub verbringt.

 

Strahlende Gesichter gab es beim Heimnehmen der gesalzenen Weichkäselaibe und Gläser mit dem fertig eingelegten Kuhmilchprodukt, verfeinert mit Bioölen, Kräutern und Knoblauch. Viel Applaus erhielt die engagierte Käserin, nachdem sie erwähnt hatte, dass das ihr erster Käsekurs für Erwachsene gewesen war. Schulklassen dagegen sind regelmäßiger Gast in der kleinen Hofkäserei des Paulbauernhofs, der seine Produkte auch unter der Dachmarke „Waginger See Kas“ für handwerklich hergestellten Biokäse aus der Ökomodellregion einreiht.

 

Mehr Termine zur Reihe „Bio-Erlebnisse“ von Touristinfo Waging und Ökomodellregion gibt es auf der Plattform „BiOS erleben.de“ oder auf den jeweiligen Webseiten der beteiligten Organisationen.

 

Artikel aus der Südostbayerischen Rundschau vom 29.07.2026, PM

 

 

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