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Gemeinschaftsgrab soll kommen
Foto: Wolff

Gemeinschaftsgrab soll kommen

Parkplätze oft zugeparkt – Friedhof stand im Wonneberger Gemeinderat im Fokus

 

Bürgermeister Martin Fenninger wandte sich im Gemeinderat mit einem besonderen Anliegen an das Gremium. Auf dem gemeindlichen Friedhof gebe es derzeit kein Gemeinschaftsgrab oder die Möglichkeit für eine anonyme Bestattung, erläuterte der Rathauschef.

 

Bürger, die diese Form der Beisetzung wünschen, müssen auf Friedhöfe außerhalb des Gemeindegebiets ausweichen. Laut Bürgermeister komme es immer öfter vor, dass keine Angehörigen mehr im Ort leben oder die verbliebenen Verwandten zu weit entfernt wohnen, um die aufwändige Grabpflege zu übernehmen. Er regte an, über alternative Bestattungsformen nachzudenken, um den veränderten gesellschaftlichen Gegebenheiten gerecht zu werden und Abwanderungen zu fremden Friedhöfen zu verhindern.

 

Im Vorfeld habe er schon einen Bestatter um dessen Unterstützung bei der Planung solcher Grabstätten gebeten. Zudem präsentierte er einige Fotos von Beispielen, die bei einer Informationsfahrt zu Friedhöfen in der Region entstanden sind. Er bat um eine Stellungnahme der Gemeinderäte.

 

Steffi Oppacher befürwortete das Vorhaben. Der Trend gehe weg von der klassischen Beerdigungsform. Es sei schade, wenn sich Ortsansässige nicht mehr in der Gemeinde bestatten lassen. Karl Glaner sah es wie seine Vorrednerin, man müsse hier auch mit der Zeit gehen. Auch Maxi Lechner schloss sich den beiden an. Er befürwortete, am St. Leonharder Gemeindefriedhof einen würdigen Platz des Andenkens zu schaffen. In seiner Wortmeldung befand auch Richard Siglreitmaier das Vorhaben als eine gute Idee.

 

Da die Tendenz im Rat zum Bau einer Gemeinschaftsgrabstätte ging, bildete der Bürgermeister ein Team, das sich des Themas annimmt und das weitere Vorgehen ausarbeiten soll. Den Bautermin stellte er im Winter in Aussicht. Die Pflege eines Gemeinschaftsgrabs wird von der Gemeinde übernommen.

 

Beim Anliegen von Thomas Poller ging es ebenfalls um den gemeindlichen Friedhof. Ihm falle seit einiger Zeit auf, dass der dortige Parkplatz von Linienbussen, Lastwagen oder Wohnmobilen zugeparkt wird, sagte der Gemeinderat. »Es scheint, als würden einige meinen, hier könne man auf Dauer sein Fahrzeug abstellen.« Das habe aber zur Folge, dass bei Beerdigungen die Parkmöglichkeiten begrenzt sind. Er bat um Lösungsvorschläge, die bei einer kurzen Diskussion erörtert wurden. Zuletzt schlug Hermann Eder vor, die Parkzeiten tagsüber zeitlich zu begrenzen, nachts könne ohne Einschränkung geparkt werden. Bürgermeister Fenninger versprach, dem bereits bekannten Problem nachzugehen.

 

Der gemeindliche Friedhof ist wegen der hochgewachsenen Sträucher von außen kaum erkennbar und wird von Besuchern oft nicht gefunden, gab Hermann Eder abschließend noch einen Hinweis. Er regte an, eine Beschilderung aufzustellen. 

 

Linda Babl

 

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