Auszeichnung der Forstwirtschaftsverbände geht nach Wonneberg
Der »Waldbesitzer des Jahres« kommt heuer aus dem Landkreis Traunstein. Stefan Strasser aus Gänsberg in der Gemeinde Wonneberg gewann den Deutschen Waldpreis in dieser Kategorie. Seit 2006 bewirtschaftet er seinen zwölf Hektar großen Familienwald und setzt auf einen klimastabilen Mischwald sowie eine waldschonende Jagd. Dafür wurde er nun in Berlin ausgezeichnet.
Der Deutsche Waldpreis wird von unabhängigen Forstwirtschaftsverbänden für besonderen Einsatz in der nachhaltigen Waldwirtschaft verliehen. Bei der Preisvergabe betonte Bundesminister Alois Rainer die tragende Rolle der Waldbesitzer für den Schutz und die Entwicklung des Waldes und dankte den Bewerbern für ihr Engagement. Zur Verleihung im Kaisersaal der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft waren alle Nominierten der Kategorien Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Nachhaltigkeit Wald, Forstunternehmer, Förster und Waldbesitzer eingeladen. Strasser setzte sich mit seinem Konzept gegen zwei bayerische Mitbewerber durch.
Sein Erfolg basiert auf der Selbstverjüngung des Waldes durch die Jagd in Eigenbewirtschaftung. Durch gezielte Bejagung des Rehwilds erreicht er eine naturnahe Verjüngung ohne Verbiss und einen nachhaltigen Waldumbau. Schutzmaßnahmen für den Jungwald benötigt er nicht mehr. Wald und Wild liegen ihm gleichermaßen am Herzen. Laut Strasser funktioniert der Mischwald flächendeckend, und das Rehwild ist kräftiger und gesünder als zuvor.
Bereits 2025 hatte die Jagdgenossenschaft Wonneberg den Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung von der Bayerischen Staatsministerin Michaela Kaniber erhalten. Dies würdigte die Bemühungen der Jagdgenossen um einen gesunden Waldumbau.
Linda Babl