105 Aktive leisteten im vergangenen Jahr in Wonneberg 32 Einsätze und 49 Übungen
Wonneberg – Dass Feuerwehrarbeit wichtig ist, betonte Kreisbrandinspektor Günter Wambach bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wonneberg im Gasthaus Gruber in Weibhausen. Trotz der zahlreichen Aktiven und jugendlichen Feuerwehranwärter ist die Öffentlichkeitsarbeit für die Zukunft weiterhin sehr wichtig, denn, so zitierte er Philip Rosenthal, „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“ Der Ausrüstungsstand in Wonneberg sei hervorragend, so Wambach, dennoch erinnerte er daran, wie wichtig die Beteiligung an den Übungen sei, da die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren unerlässlich und auch gefährlich ist und deshalb eine gute Ausbildung erfordert.
2167 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet
Kommandant Andreas Abstreiter hatte zuvor von 32 Einsätzen, die sich auf 710 Stunden summierten, und 49 Übungen, für die weitere 1456,5 Stunden aufgewendet wurden, berichtet. Neben zahlreichen Lehrgängen wie etwa dem Truppführerlehrgang, THL, RDA und dem Sprechfunkerlehrgang wurde auch das THL Leistungsabzeichen 2017 begonnen und es standen neue Übungen mit den neuen Geräten Stab-Fast und dem Spineboard auf dem Programm. Auch für 2018 sind bereits das Leistungsabzeichen in Wasser, THL und die Jugendleistungsprüfung geplant.
Insgesamt wurden im Jahr 2017 2166,5 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Neben generellen Übungen fanden auch speziellere Übungen, wie beispielsweise die Befreiung einer eingeklemmten Person aus einem Holzspalter und eine Großübung statt. Der Brand einer Gartenhütte, mehrere Verkehrsunfälle, Unwettereinsätze und ein Verkehrsunfall, bei dem auch ein Zug mit involviert war, zeichnen das Jahr 2017 im Vergleich zu den Vorjahren als einsatzstarkes Jahr aus.
Atemschutzwart Markus Fenninger, betonte wie wichtig die Ausbildung im Bereich des Atemschutzes sei. Im vergangen Jahr wurden die jährlichen Pflichten wie beispielsweise Belastungsstrecken und spezielle Atemschutzübungen erfüllt. Zudem waren wieder 2 Atemschutzträger bei der Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA) in Übersee. Bei einem derzeitigen Stand von 17 Atemschutzträgern sind für das laufende Jahr neben Unterricht und Sonderübungen im Bereich des Atemschutzes 4 weitere Ausbildungsplätze geplant.
Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Martin Kroiß, berichtete über ein umfangreiches Vereinsprogramm im vergangenen Jahr. Neben dem Sommerfest, der Teilnahme an der Vereinsmeisterschaft im Stockschießen und am gemeinsamen Ausflug der Ortsvereine nach Kaprun, beteiligte sich die Feuerwehr an den Feuerwehrfesten der Nachbarvereine, an kirchlichen Festen, Beerdigungen und Hochzeiten. Zudem übernahm die Freiwillige Feuerwehr Wonneberg im Rahmen des Patenbittens der Freiwilligen Feuerwehr Waging die Patenschaft für das bevorstehende 150-jährige Gründungsfest.
Sarah Ostermaier berichtete als Schriftführerin von den Ausschusssitzungen des letzten Jahres und dem aktuellen Personalstand des Feuerwehrvereins, der insgesamt 293 Mitglieder umfasst. Kassiererin Sandra Glaner gab einen Einblick in die Finanzen, welche auf Grund der Kostenbeteiligung an einem schallgedämpften Stromaggregat und diversen anderen essentiellen Neuanschaffungen wie z.B. Schärpen, kein Plus zu verzeichnen hatten. Zweiter Vorstand Alois Kugelstatter gab eine Vorausschau für das Vereinsprogramm 2018, in dem wieder zahlreiche Aktivitäten geplant sind.
Franz Huber für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet
Auch zahlreiche Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Franz Huber kann auf Grund seines 40-jährigen aktiven Feuerwehrdienstes ein Wochenende mit seiner Frau im Feuerwehrerholungsheim genießen. Des Weiteren wurden der stellvertretende Kommandant Helmut Helmberger für 30 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr ausgezeichnet und ebenfalls Hermann Eder, neben seiner Tätigkeit als Gerätewart. Josef Eder und Bernhard Kriegenhofer wurden für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr geehrt. Außerdem wurde für 20 Jahre Christian Schnellinger und für 10 Jahre Simon Kraller ausgezeichnet. Bürgermeister Martin Fenninger bezeichnete, ebenso wie Kreisbrandinspektor Wambach, die Feuerwehr mit einer „hervorragenden Mannschaftsstärke von 105 Aktiven“ und vielen Jugendlichen als „sehr gute und gut ausgestattete Feuerwehr“, bei der auch viele Jugendliche nachkommen, was zeigt, dass es weiter geht. Dennoch betonte er, dass dies keine Selbstverständlichkeit sei und die Jugendarbeit weiterhin sehr wichtig ist, denn Feuerwehr verbindet neben ihrer wichtigen Aufgaben Retten, Löschen, Bergen, Schützen, Generationen und trägt durch die Kameradschaft zur Gesellschaftspflege bei. Er verwies zudem auf die Ehrenamtskarte des Landratsamtes Traunstein und darauf, dass die Gemeinde den Erwerb des Lastwagen-Füherscheins eines aktiven Feuerwehrlers mit 1.500€ bezuschusst.
Sarah Ostermaier