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Digitale Medien - Gefahr oder Chance für das Lernen unserer Kinder?

Unter dem Titel „Lernen 2.0:  Hausaufgaben, digitale Medien und der Weg zu einer gesunden Lernbalance“ lud die Grundschule Wonneberg am 13. November 2025 zu einem Informationsabend ein. 

 

Referentin war Frau Martina Ballack, Lehrerin und Lerncoachin, die sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit Lernprozessen und Medienwirkung befasst.

 

Im Zentrum ihres Vortrags stand eine Entwicklung, die Expertinnen und Experten zunehmend beunruhigt: Kinder und Jugendliche nutzen digitale Geräte immer früher, immer länger und immer häufiger bis tief in die Nacht hinein.

 

Diese veränderte Medienpraxis hat gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung der sogenannten exekutiven Funktionen im Gehirn – Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und kognitive Flexibilität –  Diese Funktionen entwickeln sich bis ins junge Erwachsenenalter und sind entscheidend für schulischen Erfolg, Selbstorganisation und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung.

 

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, das früher und intensiver Konsum von Computerspielen und sozialen Medien diese Entwicklung empfindlich stören kann.„Je später der Einstieg, desto besser“, fasst Frau Ballack eindringlich zusammen und plädierte für eine klare, altersgerechte Steuerung der Mediennutzung.

 

Dennoch sei die digitale Welt nicht nur Risiko, sondern auch Chance. Gut ausgewählte Lernprogramme könnten das schulische Lernen sinnvoll unterstützen- vorausgesetzt, Kinder verfügen über zentrale Grundkompetenzen: ein verlässliches Zeitgefühl, die Fähigkeit echte Freundschaften von digitalen Kontakten zu unterscheiden, Strategien gegen Cybermobbing sowie die Fertigkeit sich auch ohne Bildschirm sinnvoll zu beschäftigen. Entscheidend sei hierbei stets die Reife des einzelnen Kindes. 

 

Darüber hinaus gab die Expertin den Eltern konkrete, alltagstaugliche Empfehlungen, wie sie den Einsatz von Smartphones bei Hausaufgaben und Lernphasen sinnvoll begleiten können.

 

Besonders nachdrücklich erinnerte Frau Ballack an die Vorbildfunktion der Eltern: feste Regelnkeine Geräte im Schlafzimmer, zentrale Ladestationen und bewusst medienfreie Familienzeiten. „Kinder lernen durch unser Verhalten – nicht durch unsere Worte“, betonte sie.

 

Ihr Fazit war klar: Digitale Medien sind längst Teil des Alltags junger Menschen. Wie stark sie jedoch das Lernen und die Gehirnentwicklung prägen -positiv wie negativ- liegt maßgeblich in der Hand der Erwachsenen. Mit klarer Haltung und verlässlicher Begleitung können Eltern ihre Kinder sicher auf diesem Weg unterstützen. (M. Hipf und M. Ballack)