Vom 7. bis 9. Juli 2025 fuhren wir, die 4. Klasse aus Otting, ins Bergwalderlebniszentrum bei Ruhpolding.
Dort erwartete uns eine Mischung aus Naturkunde, Spiel, Spaß und ein bisschen „Wasser von oben“. Doch so wechselhaft wie das Wetter, so abwechslungsreich war unser Programm.
Solange es die Wetterlage zuließ, waren wir im Wald unterwegs. Dort untersuchten wir beispielsweise den Aufbau eines Baumstammes und stellten die einzelnen Schichten sowie deren Aufgaben nach. Besonders erstaunlich war ein Experiment mit kleinen Dörfern, die wir aus Waldmaterialien mühevoll selbst erbaut hatten. Durch einen „Wolkenguss“ aus einem Eimer wurden einige Siedlungen dann aber beinahe weggespült. Ein eindrucksvolles „Spektakel“, das uns die Zerstörungskraft des Wassers sowie die Bedeutung gesunder Waldböden unmittelbar vor Augen führte.
Nun begann die „Regenzeit“ und wir zogen uns ins Trockene zurück. Bei Spielen, welche Geschicklichkeit, Reaktionsschnelligkeit, vor allem aber Teamgeist erforderten, verging die Zeit wie im Flug. Dank einer überdachten Feuerstelle konnten wir sogar - trotz der Schauer - einen ganzen Nachmittag an der frischen Luft verbringen. Gemütlich saßen wir um das Lagerfeuer, schnitzten und ließen uns nebenbei knusprige Stockbrote sowie bunte Marshmallows schmecken.
Richtig spannend, ja sogar etwas gruselig wurden die Abende: Beim Eisbären-, Titanic- oder Mörderspiel waren unsere detektivischen Fähigkeiten sowie Zusammenarbeit gefragt. In der letzten Nacht brachen wir gegen 22.30 Uhr noch zu einer kleinen Wanderung auf, um den Wald bei völliger Dunkelheit zu erleben. Leider machte uns auch hier der Wettergott einen Strich durch die Rechnung, sodass wir bald umkehren mussten. Trotzdem ließen es sich ein paar sehr Mutige unter uns nicht nehmen, das letzte Stück des Heimweges ganz alleine im Finsteren zurückzulegen.
Dass wir zwischen unseren Aktionen auch den Küchen-, Kehr- und Mülldienst im Haus übernehmen mussten, bereitete natürlich nicht ganz so viel Freude, doch gemeinsam ging es eigentlich fast wie von selbst. Und das ordentlichste Zimmer? Das bekam am Ende einen Preis!
Müde, aber glücklich und zufrieden traten wir schließlich die Heimreise an. Aber halt! Es wartete noch eine Mega-Überraschung auf uns - ein Stopp am „Chiemgau-Coaster“. Dank des Engagements einer Schülermama erhielt jedes Kind eine Freifahrt und durfte noch einmal so richtig Gas geben.
Ein riesengroßes und ganz herzliches Dankeschön geht an unsere begleitende Lehrkraft, Viktoria Schwarzer, sowie Sebastian Blaschke und das Küchenteam vom BWEZ, welche uns nicht nur satt, sondern auch bestens gelaunt durch die Tage unseres Aufenthaltes gebracht haben! (S. Geißelbrecht)