Rückblick und Ehrungen bei der Pfarrversammlung in Wonneberg – Figur des Guten Hirten wurde restauriert
Einmal im Jahr haben die Pfarreiangehörigen der Kuratie St. Leonhard am Wonneberg bei einer Pfarrversammlung die Gelegenheit, sich über die Aktivitäten der einzelnen kirchlichen Gruppierungen zu informieren. Heini Gebauer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, moderierte die Veranstaltung. Nacheinander kamen die Vertreter der verschiedenen Gruppen zu Wort und gaben einen Rückblick.
Die Eltern-Kind-Gruppen waren im vergangenen Jahr nicht untätig, wie Bettina Hollinger und Magdalena Wegscheider berichteten. In drei Gruppen treffen sich die Eltern einmal wöchentlich mit ihren Sprösslingen. Wer noch mitmachen möchte, kann sich bei Martin Riedl melden, er gibt den Kontakt dann weiter. Die Themen der Treffen gehen mit dem Jahreslauf einher, es wurden Fasching gefeiert, Osternester gesucht, im Freien gespielt, und ein Martinszug organisiert. Besonders schön sei das Muttertagsbasteln mit den Vätern gewesen, sagten die beiden.
Als zweites erfolgte der Jahresbericht der Landjugend. Helena Poller und Marina Fenninger erzählten, anhand von Fotos, von den einzelnen Aktionen, die übers Jahr von der Landjugend organisiert wurden. Beim Pyramidenstecken für den Leonhardiritt haben wieder viele mitgemacht. Besonderer Höhepunkt sei heuer die sehr gut besuchte »Schnoiz-di-weg-Party« gewesen, die die KLJB gemeinsam mit den St. Leonharder Goaßlschnalzern in Egerdach ausgerichtet haben. Alljährliche Veranstaltungen sind zum Beispiel die Aktion »Wir warten aufs Christkind«, der Glühweinverkauf nach der Christmette, die Aktion Rumpelkammer und das Altensingen. Aus allen Aktionen kamen 500 Euro Erlös zusammen, diese spendeten sie an die Kinderkrebshilfe.
Neun Hochzeiten und 70 Taufen
Gemeindereferent Martin Riedl berichtete von den Aktivitäten der St. Leonharder Ministranten. Einer der Höhepunkte des Jahres 2024 seien sicher wieder die Ministranten-Fußballturniere gewesen. Den Bewerb auf Dekanatsebene haben die Minis aus dem Pfarrverband ausgerichtet. Die Sternsingeraktion wurde mit neun Gruppen durchgeführt. Für heuer stelle sich erst Mitte Dezember heraus, wie viele Gruppen zusammenkommen, sagte Riedl. Weitere Aktionen waren unter anderem der Kinderfasching, das Passionsspiel der Kinder, die Firmvorbereitung in den Projektgruppen und der Kinderbibeltag, zu dem 87 Kinder in den Pfarrsaal nach Otting kamen.
Der Gemeindereferent informierte auch über die aktuelle Lage des Pfarrverbands im Bezug auf die seelsorgerische Betreuung. Pfarrer Andreas Ager sei immer noch gesundheitlich angeschlagen, bis Lichtmess sei Pfarrer Sebastian Heindl noch Pfarradministrator im Pfarrverband. Er wisse noch nicht, wie es weitergehe. Im nächsten Jahr seien schon neun Hochzeiten und 70 Taufen angemeldet. Derzeit wisse man nicht, wer diese halten soll, sagte Riedl. Man sei im Gespräch mit dem Dekanat über die Situation, jedoch gebe es bis jetzt noch keine zufriedenstellende Lösung. Die Gottesdienste für Weihnachten seien soweit gut geplant, bis Ostern gebe es sicher Konkreteres zu berichten.
Beim Bericht der Frauengemeinschaft stellten Maria Gebauer und Tina Poller eine lange Liste an Aktionen im Jahreslauf vor. Die Adventsfeier mit besinnlichen Geschichten und dem Besuch der Klöpfelsänger, die Rockaroas, die Seniorennachmittage, und das Faschingskranzl hätten sehr viel Zuspruch gefunden. Auch organisierten die Frauen wieder eine Maiandacht, das Kräuterbuschenbinden und den Oktoberrosenkranz, so Poller. Für Aktivitäten, wie die Familien-Almwanderungen und eine Theaterfahrt nach Bad Endorf, seien die Mitglieder der Frauengemeinschaft gleichermaßen zu begeistern, wie fürs Kuchenbacken und die Mithilfe beim Kaffee- und Kuchenverkauf bei den einzelnen Festlichkeiten in der Pfarrei. Tina Poller unterstrich, genauso wie ihre Vorredner, ihren Vortrag mit vielen Fotos, die bei den Ausflügen und Zusammenkünften entstanden sind. Aktuell hat die Frauengemeinschaft 175 Mitglieder. Der Kirchenpfleger Hans Poller nutzte die Pfarrversammlung, um über die Renovierung des Jugendhauses zu berichten. Im Mai vergangenen Jahres seien dort eine Fußbodenleistenheizung eingebaut und Totleitungen wegen Legionellengefahr entfernt worden. Eine ehemalige Nasszelle dient nun als Lager überwiegend für Brennholz.
Pfarrfamilienfest war ein Erfolg
In der Kuratiekirche hat die Kirchenverwaltung den Schaukasten mit den historischen Funden im Eingangsbereich neu platziert und eine Anschlagtafel mit Schriftenstand für Infomaterial installiert. Der Schirmständer steht jetzt hinter der Eingangstüre, sagte Poller. Er wäre froh, wenn die nassen Schirme darin ihren Platz finden würden und nicht mehr am Schriftenstand. Die Figur des Guten Hirten, die Hans Fenninger liebevoll restauriert hat, soll wieder einen würdigen Platz in der Kirche finden. Der Kirchenpfleger bat um Applaus für Fenninger, er hat die stark beschädigte Figur in einer Woche perfekt wiederhergestellt.
Heini Gebauer berichtete dann von Aktivitäten des Pfarrgemeinderats. Auf dessen Jahresplan stünden immer die Organisation und Durchführung der Sternsingeraktion, des Fastensuppenessens, des Fronleichnamfestes, einer Feier für Ehejubilare, die Pfarrverbandswallfahrt und vieles mehr. Das Pfarrfamilienfest sei trotz Platzregens ein voller Erfolg gewesen, der Erlös von 1658 Euro ging anonym an eine bedürftige Wonneberger Familie. Bei einem Ausblick aufs kommende Jahr verwies er auf die anstehende Pfarrgemeinderatswahl am 1. März. Es werden noch Kandidaten gesucht, man könne sich selbst melden, oder ein Kärtchen mit Namen in die Vorschlagbox werfen. Gebauer informierte, dass er das Amt nicht mehr übernehmen wolle.
Heini Gebauer und Martin Riedl ehrten bei der Versammlung lang gediente Mitglieder. Theresa Poller ist für 15 Jahre im Kirchenchor, Tina Poller 15 Jahre Mesnerin, Heini Ufertinger singt 30 Jahre im Kirchenchor, Hans Poller ist 30 Jahre Lektor und Kommunionhelfer und Monika Poller singt seit 40 Jahren im Kirchenchor. Am Ende gratulierte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martin Riedl zu seinem 25-jährigen Jubiläum als Gemeindereferent. »Du bist ein großer Gewinn für die Gemeinde und die Kuratie,« sagte auch Bürgermeister Martin Fenninger.
Linda Babl