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Freitag, 05 August 2022 14:41

Gemeinde Wonneberg lehnt Quartiersmanager für Senioren einstweilen ab

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|||| |||| Foto: Peter Wolff||||

Eine ablehnende Haltung zur Einführung eines Quartiersmanagers für Senioren nahm der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ein.

Das Gremium sprach sich gegen die Schaffung einer entsprechenden Stelle für die Gemeinde Wonneberg mit der Begründung aus, dass aktuell noch kein Bedarf da ist. Bei einer Zustimmung hätte sich die Gemeinde Wonneberg eine Teilzeitstelle mit der Gemeinde Taching teilen können. Die oder der Angestellte hätte sich dann hauptberuflich mit den Belangen von Senioren befasst und wäre zu einem direkten Ansprechpartner für sie geworden.

 

Quartiersmanager ist ein etwas sperriger Begriff, den Susanne Aicher vom Landratsamt Traunstein in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See vor knapp zwei Monaten einfach erklären konnte: „Quartier steht hier für Gemeinde“. Es handle sich um eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter, die oder der sich im Auftrag der Gemeinde hauptberuflich um die Senioren und deren Angehörige kümmere und sich für ihre Belange einsetze. Sie sollen das gemeindliche Leben und den Zusammenhalt positiv beeinflussen und zu einer sich sorgenden Gesellschaft beitragen. Soziale Quartiersmanager seien nicht nur Ansprechpartner für die Hilfs- und Pflegebedürftigen, sondern auch für alle Bewohner und Akteure vor Ort und Personen, die bereits bestehende Initiativen und Projekte vernetzen, eigene Projekte umsetzen, Ehrenamtliche lotsen und unterstützen und soziale Angebote schaffen, von denen Senioren, Kinder und Familien profitieren. „Die Gemeinde braucht ein gutes Netzwerk, damit sich die Senioren und Pflegebedürftigen nicht allein gelassen fühlen“, warb Susanne Aicher vom Pflegestützpunkt im Landratsamt Traunstein für die Einrichtung der entsprechenden Stelle. „Angesichts der demographischen Entwicklung mit einer älter werdenden Gesellschaft ist es sehr vorausschauend, wenn die Gemeinde jetzt schon einen sozialen Quartiersmanager einstellt.“

 

Der Gemeinderat in Wonneberg sah dies aber anders. Ratsmitglied Helmut Helmberger sagte, dass die Feuerwehr manchmal Türen an Wohnungen von Senioren öffnen müsse, die allein leben und medizinische Hilfe brauchen. Eine solche Öffnung habe es in Wonneberg bisher nur ein einiges Mal gegeben. Da die Anzahl dieser Türöffnungen auch Rückschlüsse auf die Anzahl an älteren Menschen zulasse, die nur auf sich gestellt sind und Hilfe brauchen, sehe er zurzeit noch keinen Bedarf an einem Quartiersmanager. In größeren Orten oder in Städten sei dies wohl völlig anders. „Im Übrigen waren wir uns schon in der letzten Sitzung einig, dass wir auf einen sozialen Quartiers Manger verzichten können.“

 

Auch Karl Glaner glaubt nicht, dass aktuell Bedarf besteht: „Bei uns hier leben viele Ältere, die ihre Angehörigen ganz in der Nähe haben.“ Ähnlich sahen dies seine Ratskollegen vor der Abstimmung.

 

So fand das Einrichten einer entsprechenden Stelle zum jetzigen Zeitpunkt keinen einzigen Befürworter. Das Gremium zeigte sich aber aufgeschlossen für den Fall, dass man später mal einen Quartiersmanager benötige. „Dann müssen wir nochmals darüber reden“, hieß es.

 

Anneliese Caruso

 

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