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Freitag, 17 Dezember 2021 16:46

Gemeinde erhöht Zuschuss

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Eingerüstet bis unter die Haube ist derzeit die Kuratie-Kirche St. Leonhard. Unter anderem soll deren Fassade wieder in alter Pracht erstrahlen.|||| Eingerüstet bis unter die Haube ist derzeit die Kuratie-Kirche St. Leonhard. Unter anderem soll deren Fassade wieder in alter Pracht erstrahlen.|||| Foto: Caruso||||

Gemeinde erhöht Zuschuss für die Sanierung der Kuratie Kirche St. Leonhard

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege fordert einen sensiblen Umgang mit dem historisch wertvollen spätgotischen Kirchengebäude von St. Leonhard. Daher machte das Amt eine detaillierte Befunderhebung und Dokumentation und arbeitete ein Konzept für die Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen aus.  Demnach soll die Fassadenhülle so hergerichtet werden, wie sie bei der Vollendung des Kirchenbaus im Jahr 1494 ausgesehen hat.

 

Realisiert wird dieses aufwändige Konzept von der „Restaurierungswerkstätten GmbH“ aus Bad Endorf, die die Arbeiten erledigen. Als zuständiger Projektleiter im Unternehmen wird Bernhard Mayrhofer sich darum kümmern, dass die Fassade des Gotteshaues wieder in neuem historischem Glanz erstrahlt. Neben Ausbesserungen am Putz restaurieren er und sein Team den mehrfarbig gemalten Fries und ändern die bislang weiße Fassadenhülle handwerklich und malerisch so, dass sie durch eine quaderförmige Linierung in Kalktechnik den Schein erweckt, sie bestehe aus Steinstrukturen, aus Quadern.

 

„Durch diese Art der Fassadenrenovierung steigen auch die Kosten“ betonte Bürgermeister Martin Fenninger in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zudem empfahl er der Ratsrunde, die Gemeinde möge sich an den gestiegenen Kosten beteiligen. „Es ist wichtig, dass wir alle zusammenhelfen, damit das Vorhaben, von dem die ganze Gemeinde profitiere, stemmbar ist.“

 

Konrad Thaller hielt fest: „Wenn wir als Gemeinde nicht mehr zahlen, zahlen auch die anderen nicht mehr.“ Er meinte damit, dass, Bauherren vor dem Beginn von Instandsetzungs- oder Erhaltungsarbeiten beim Landratsamt als unterer Naturschutzbehörde oder dem Landesamt für Denkmalpflege eine Förderung in gleicher Höhe beantragen können. „Von daher bin ich auf jeden Fall für eine höhere Gemeindebeteiligung.

 

Richard Siglreitmaier wollte wissen, ob die dafür nötigen Geldmittel im kommunalen Haushalt bereitstehen.

 

Bürgermeister Martin Fenninger erinnerte daran, dass 5.000 Euro im diesjährigen Haushalt als Zuschuss für die Renovierung der Fassade und des Kirchendaches, das ebenfalls ausgebessert und mit neuen Lärchenschindeln neu eingedeckt wurde, eingestellt sind. „Wir können höhere Zuschüsse im Haushalt 2022, der noch nicht aufgestellt ist, ja noch einstellen.“ Die Gemeinde hat also auch ein Budget für das Projekt.

 

Josef Helminger hob hervor, dass die St. Leonharder Kirche ein sehr bedeutsames und geschichtsträchtiges Gebäude ist, welches das Gesicht der Gemeinde prägt und ihm eine Identität verleiht. Ein finanzieller Beitrag der Gemeinde sei geboten, um die Qualität des Kirchengebäudes auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, da es für die baukulturelle Identität und für das soziale Leben der Gemeinde eine wesentliche Rolle spiele.

 

Damit vertrat Helminger im Grunde die Meinung aller anderen Gremiumsmitglieder, die den Vorschlag des Gemeindeoberhauptes akzeptierten, den kommunalen Förderbetrag auf 15.000 Euro zu erhöhen.

 

Damit entsprach der Rat dem Zuschussantrag, den die Kuratie St. Leonhard gestellt hatte. Darin bittet sie, den bisher zugesagten Baukostenzuschuss von 5.000 Euro zu erhöhen. „Als Grund werden die Auflagen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege bei der Sanierung der historisch wertvollen Fassade des spätgotischen Kirchenbaus genannt“, sagte Bürgermeister Martin Fenninger. Allein die Kosten für die Arbeit des Kirchenmalers seien um 57.000 Euro gestiegen. Wenn die Gemeinde ihre Förderung erhöhe, steige verhältnisgleich auch der Zuschuss der Unteren Denkmalbehörde im Landratsamt und der Zuschuss des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.

 

 

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