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Freitag, 18 Juni 2021 14:13

Jubiläum der Katholischen Frauengemeinschaft St. Leonhard

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Gemeindereferent Martin Riedl hält den Gottesdienst zum 40. Jubiläum der Katholischen Frauengemeinschaft vor dem Freialtar, dessen floraler Schmuck an den Anlass erinnert.|Die Fahnenabordnung als sichtbarer Repräsentant der Gemeinschaft bleibt während des Wortgottesdienstes an ihrem Platz. (von links): Elisabeth Spiegelsberger, Irmengard Posch und Anneliese Mühltahler.|Die Frauen der Vorstandschaft verabschieden sich mit dem geistlichen Lied „Möge die Straße uns zusammenführen, in das sie gemeinsam einstimmten. (von links): Maria Gebauer, Irmi Fenninger, Michaela Seethaler (graues Haar im Hintergrund), Geli Poller, Claudia Schnellinger (hinten) Katharina Reiter (hinten) Tina Poller, Elisabeth Spiegelsberger (verdeckt), Irmengard Posch Instrumental begleitet wurden sie von Simone Fenninger an der Querflöte.|Die mit Margeriten gesteckte „40“ weist auch daraufhin hin,, dass die Frauengemeinschaft eine florierende Gruppe ist. Aktuell geleitet wird sie von Tina Poller (rechts) und ihrer Stellvertreterin Maria Gebauer.|||| Gemeindereferent Martin Riedl hält den Gottesdienst zum 40. Jubiläum der Katholischen Frauengemeinschaft vor dem Freialtar, dessen floraler Schmuck an den Anlass erinnert.|Die Fahnenabordnung als sichtbarer Repräsentant der Gemeinschaft bleibt während des Wortgottesdienstes an ihrem Platz. (von links): Elisabeth Spiegelsberger, Irmengard Posch und Anneliese Mühltahler.|Die Frauen der Vorstandschaft verabschieden sich mit dem geistlichen Lied „Möge die Straße uns zusammenführen, in das sie gemeinsam einstimmten. (von links): Maria Gebauer, Irmi Fenninger, Michaela Seethaler (graues Haar im Hintergrund), Geli Poller, Claudia Schnellinger (hinten) Katharina Reiter (hinten) Tina Poller, Elisabeth Spiegelsberger (verdeckt), Irmengard Posch Instrumental begleitet wurden sie von Simone Fenninger an der Querflöte.|Die mit Margeriten gesteckte „40“ weist auch daraufhin hin,, dass die Frauengemeinschaft eine florierende Gruppe ist. Aktuell geleitet wird sie von Tina Poller (rechts) und ihrer Stellvertreterin Maria Gebauer.|||| Foto: Anneliese Caruso|Foto: Anneliese Caruso|Foto: Anneliese Caruso|Foto: Anneliese Caruso||||

Auch wenn die Corona-Auflagen jetzt etwas gelockert wurden, blieb die Katholische Frauengemeinschaft Wonneberg vorsichtig und feierte ihr 40-jähriges Bestehen nur im Freien und nur mit einer bestimmten Anzahl von Gästen, Freunden und Wegbegleitern mit einem Dankgottesdienst und einem anschließenden Stehempfang.

Die Gäste versammelten sich in gebührendem Abstand rund um den festlich geschmückten Freialtar im Pausenhof der Schule.

 

Der Freialtar bildete den Mittelpunkt der Jubiläumsfeier, an dem Gemeindereferent Martin Riedl, den Wortgottesdienst zelebrierte, den die Frauen mitgestalteten. So übernahmen die Lesung und die Fürbitten die 2. Vorsitzende Maria Gebauer und die Lektorin der Kuratie, Angelika Poller.

 

Zum Altar gehörte auch viel Blumenschmuck, der das Schöne und Wertvolle dieser Feier zur Geltung brachte; den gelebten Glauben und das Engagement für die Gemeinschaft, eine Gemeinschaft, die trägt, und in der sich Frauen in verschiedenen Lebenssituationen wechselseitig unterstützen. Denn die Frauengemeinschaft ist ein Verband von Christinnen, die sich mutig und wirksam für andere einsetzen. Eine Weggemeinschaft in der Kirche, in der Frauen ihren Glauben neu entdecken und Kirche mitgestalten und lebendig halten.

 

Wie klein und zart die Gemeinschaft einst begann und wie groß und verzahnt die katholischen Frauen im heutigen Gemeindeleben St. Leonhards tatsächlich geworden sind, zeigte sich in der Ansprache von Martin Riedl. Mit dem Gleichnis vom Sämann im Markus-Evangelium machte der Seelsorger deutlich, dass bei der Aussaat zwar manches Saatgut verloren geht, sie aber dennoch schließlich zum Erfolg führt, denn ein Teil fällt auf guten Boden und bringt Frucht.

 

Das Reich Gottes beginne nicht mit großen Aktionen, es beginne mit ganz kleinen Dingen. „Jesus vergleicht das Senfkorn mit dem Reich Gottes, das klein beginnt und dann immer größere Kreise zieht.“ In diesem winzigen Samenkorn liege das Geheimnis des Wachstums, darin liege das Geheimnis der göttlichen Kraft. Und aus diesem Geheimnis der göttlichen Kraft wird sich einmal etwas Großes entwickeln. Einerseits unscheinbar, klein, bescheiden und dann so fruchtbringend. Und diese Frucht, die hervorgeht tut gut, schenkt uns Freude, Zuversicht und lässt uns Hoffnung erahnen.“ Denn reiche Frucht trage auch die Frauengemeinschaft, die ihr Senfkorn 1981 in die Erde legte. „Wir alle sind sehr dankbar und froh, dass ihr heute dieses Jubiläum feiern könnt und vor allem, dass vieles, was ihr grundgelegt habt, aufgegangen ist.“ Dafür habe es zwei Anläufe im Gasthaus Parzinger gegeben.

 

Dort fanden sich damals 41 Gründungsdamen ein. „Hanni Greisberger war die treibende Kraft bei der Konstituierung. Damals sei Hanni Greisberger zusammen mit Antonie Öllinger die Vorsitzenden der Ortsbäuerinnen gewesen. „Seinerzeit gab es die Bäuerinnen als eigenständige Gruppe und die Landfrauen und es war euer und dein Ansinnen miteinander etwas zu bewegen.“ Es sollten für alle Frauen der Kuratie und Gemeinde gemeinsam Angebote geschaffen werden. „Das war der Gedanke, denn die Bäuerinnen und Landfrauen hatten meist unterschiedliche Schwerpunkte und fanden so nicht zusammen. In jenen Jahren sei es für Frauen schwieriger gewesen, sich von der Familie, von den Pflichten daheim vom Stall und den Aufgaben loszureißen. „Selbst das Organisieren von Fahrten, Aktionen oder von Veranstaltungen musste noch persönlich geschehen, weil es noch nicht in jedem Haus ein Telefon gab.“ Die Idee zur Gründung sei vor allem aus dem Gedanken eines Frauen-Unterstützungsvereins heraus geboren worden.

 

„Der Grundgedanke war der Austausch, sich gegenseitig bei Problemen in der Familie zu helfen und im Gespräch zu bleiben, etwa bei Themen rund um die Erziehung. „Die Frauengemeinschaft war ein Angebot für Gleichgesinnte, den auch die Diözese von Anfang an unterstützte.“ Das erste Amt des geistlichen Begleiters, des Präses‘ übertrug man an Kurat Hartinger, während man Gerlinde Greisberger zur Vorsitzenden dieses katholischen Laienverbands in St. Leonhard berief. Schon in den Anfangsjahren seien Ausflüge, Bastelkurse und verschiedene andere Kurse am Ort oder auch im Rupertusheim in Traunstein organisiert worden. „Im Laufe der 40 Jahre, in denen nach und nach die bereits verstorbene Anni Oppacher, Anneliese Mühltahler, Johanna Tradler und Tina Poller mit ihren jeweiligen Vorstandschaftsmitgliedern das Ruder in der Hand hatten, gab es ein immer breiter werdendes Spektrum an Angeboten. Zunächst veranstalteten die Frauen im Frühjahr und im Herbst einen Gebrauchtkleidermarkt. Hinzu kamen unterschiedliche Vereinsausflüge und Fahrten, zum Beispiel Theaterfahrten nach Riedering oder Bad Endorf. Nach dem Anstoß des VDKs, Menschen mit Behinderungen unter die Arme zu greifen, habe die Gruppierung jahrelang Bedürftige mit Geld- und Sachspenden unterstützt.

 

Die Frauengemeinschaft habe neben Vorträgen auch Bastel-, Gymnastikkurse und handwerkliche Kurse arrangiert. „Sie prägten vor allem aber auch die kirchlichen Feste: die Maiandachten, Rosenkränze, die Wallfahrt nach Maria Eck am 1. Mai oder nach Altötting, die diözesanen Wallfahrten, Weihnachtsfeiern und das Krippenspiel beim Engelamt. Zudem richten sie regelmäßig den Weltgebetstag der Frauen aus, binden Kräuterbüscherl zu Mariä Himmelfahrt zugunsten von bedürftigen Familien in der Gemeinde und stellen Alten- und Seniorennachmittage ebenso auf die Beine wie Faschingsveranstaltungen oder das beliebte Eisstockstießen. Darüber hinaus haben die Frauen unzählige Feste der Gemeinde und der Kuratie mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt. „Gerade die Kuchen und Torten sind nicht wegzudenken“, schwärmte Riedl. „Erwähnen möchte ich besonders, dass die Gemeinschaft zunächst noch fahnenlos war. Erst 2006 wurde aus der Fahne der Jungfrauenkongregation die jetzige gestaltet.“ Diese Fahne sei etwas Besonderes. Sie habe Symbolcharakter, zumal sie auch für den Glauben und die Traditionen der Vorgängergenerationen stehe, endete Martin Riedl den kleinen Ausflug in die Vergangenheit, bei der er der Gemeinschaft im Namen der Kuratie zum Jubiläum gratulierte und ihr weiterhin die Freude wünschte, am Ort zu wirken.

 

Die Vorsitzende der Frauengemeinschaft, Tina Poller, dankte nach dem Gottesdienst allen, die zum Gelingen dieser Jubiläumsfeier beigetragen haben: Dem Gemeindereferenten und dem liturgischen Dienst, den Vorstands- und Vereinsmitgliedern und der Bläsergruppe, die den Gottesdienst mit Melodien umrahmten: Sebastian Mayer, Bernhard Kriegenhofer, Johann Greisberger und Kurt Macho.

 

Mit dem geistlichen Lied „Möge die Straße uns zusammenführen.“, eingeübt und gemeinsam gesungen von den Damen der Vorstandschaft und begleitet von Simone Fenninger an der Querflöte wurde die Feierstunde allmählich in den gemütlichen Teil des Abends im Schulhof eingeleitet, zu dem Tina Poller alle eingeladen hat. So standen die Gäste und die Vereinsmitglieder noch bei einem Getränk beisammen und genossen den Abend, den Stefan und Andi Fenninger mit Ziach- und Gitarrenklängen verschönerten.

 

Katholische Frauengemeinschaft St. Leonhard

Diese 23 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft waren von der ersten Stunde dabei und sind heute noch aktiv. Sie haben gezeigt, wie man mit einer Idee und einem festen Glauben Dinge bewegen und Menschen helfen kann: Hanni Greisberger, Antonie Öllinger, Maria Helmberger, Martha Siglbauer (Enzersdorf), Anni Kendler, Rosa Huber, Maria Schuhbeck, Kathi Mayer, Christa Mayer, Edith Mayr, Cornelia Oppacher, Maria Maier-Fenninger, Marianne Maier, Resi Siglreitmaier, Monika Heinrich, Martha Siglbauer (Egerdach), Rosi Dumberger, Kathi Frumm-Mayer, Berta Fenninger, Mathilde Strasser, Mathilde Kastenhofer, Luise Parzinger und Gerlinde Greisberger.

Dafür wurden sie von der Vorsitzenden Tina Poller und ihrer Stellvertreterin Maria Gebauer mit einer roten Rose bedacht.

Gerlinde Greisberger wurde bei der Gründung zur ersten Vorsitzenden gewählt. Nach vier Jahren gab sie ihr Amt an die bereits verstorbene Anne Oppacher ab, die acht Jahre lang die Geschicke der Vereinigung geleitet hat. Danach übernahm Annelies Mühlthaler, die 16 Jahre lang an der Spitze war. Ihr folgte in den nächsten Jahren Johanna Tradler. Und derzeit hat Tina Poller den Vorsitz inne.

 

Anneliese Caruso

 

Gelesen 246 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Juni 2021 22:20
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