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Mittwoch, 19 Mai 2021 13:11

Aufwändige Umgestaltung Dorfzentrum Wonneberg

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Es wird wohl aber noch eine Weile dauern, bis das neue Wonneberger Bürgerhaus eingeweiht und der Dorfplatz mit schickem Pflaster, moderner Beleuchtung und viel Grün umgestaltet ist. Der Bau des Hauses schreitet aber voran, zwischenzeitlich ist die Kellerdecke betoniert und die Firma Scharrer hat mit der Verfüllung der Baugrube begonnen. Ohne die großzügige Subventionierung des Amtes für Ländliche Entwicklung, der öffentlichen Hand könnte die Gemeinde weder das neue Bürgerhaus noch die Neugestaltung des Dorfplatzes aus eigner Kraft stemmen. Hier ist also das Ziel der bayerischen Dorfentwicklung erkennbar: Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten.||||| Es wird wohl aber noch eine Weile dauern, bis das neue Wonneberger Bürgerhaus eingeweiht und der Dorfplatz mit schickem Pflaster, moderner Beleuchtung und viel Grün umgestaltet ist. Der Bau des Hauses schreitet aber voran, zwischenzeitlich ist die Kellerdecke betoniert und die Firma Scharrer hat mit der Verfüllung der Baugrube begonnen. Ohne die großzügige Subventionierung des Amtes für Ländliche Entwicklung, der öffentlichen Hand könnte die Gemeinde weder das neue Bürgerhaus noch die Neugestaltung des Dorfplatzes aus eigner Kraft stemmen. Hier ist also das Ziel der bayerischen Dorfentwicklung erkennbar: Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten.||||| Foto: Anneliese Caruso|Foto: Anneliese Caruso||||

Aktuell baut die Gemeinde Wonneberg ihr neues Bürgerhaus in der Ortsmitte.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen sollen auch die Außenflächen und damit der Dorfplatz, dessen Ansprüche sich im Laufe der letzten Jahrzehnte durchaus verändert haben, neugestaltet werden. Darüber wurde im Gemeinderat zwar schon mehrfach informiert, es fehlte bislang aber noch ein offizieller Ratsbeschluss zur Durchführung der Maßnahmen. Diesen fasste das Gremium in seiner letzten Sitzung. Damit akzeptierten die Räte zugleich die entsprechende Entwurfsplanung, erstellt durch das Büro Mühlbacher und Hilse Landschaftsarchitekten aus Traunstein, und die Übernahme der Kosten.

 

„Laut Planung soll ein multifunktionales, lebendiges Zentrum entstehen, dass mehrere Bereiche fließend miteinander vereint. Diese sollen zum gegenseitigen Austausch, zum beschaulichen Nachdenken und zum Verweilen einladen sowie für Veranstaltungen und verschiedene Freizeitaktivität nutzbar sein“, sagte Bürgermeister Martin Fenninger im anschließenden Gespräch mit der Tageszeitung.

 

Der Platz müsse also vielfältigen Ansprüchen genügen und solle außerdem zu einem harmonischen Ortsbild beitragen. „Zusammen mit dem neuen Bürgerhaus und der schmucken Kirche St. Leonhard soll er unserer kleinen Landgemeinde ein unverwechselbares und lebendiges Gesicht verleihen und unter anderem zeigen, dass sich der Hauptort der Gemeinde Wonneberg, St. Leonhard ganz im Sinne der Dorferneuerung von innen her erneuert.“ Dies zeige sich in der Identifikation der Wonneberger mit ihrem Dorf und dem riesigen Zusammenhalt, den man beispielsweise bei der Ausrichtung der verschiedenen Dorffeste erleben könne. „Hier packt jeder an und leistet seinen Beitrag, das Gemeinschaftsleben funktioniert.“

 

Die Landschaftsarchitekten führen daher das Areal zu einer Gestaltungseinheit zusammen. Das heißt, sie beziehen die Rupertistraße mit ein, beruhigen den Verkehr an den umliegenden Kreuzungen, verbessern die fußläufige Verbindung zwischen Rathaus und Dorfplatz sowie zwischen Dorfplatz und Schule, weiten die Salzburger Straße mit einer Bushaltestelle auf, erstellen einen ansprechenden Tiefhof vor dem Jugendraum im Untergeschoss des Bürgerhauses und verändern die Parkplätze im Westen des Grundstücks. Darüber hinaus ordnen sie die Wegeanbindungen, schaffen einen neuen und barrierefreien Zugang zur Kirche St. Leonhard und legen einen neuen Fußweg entlang der Salzburger Straße an.

 

Den bisherigen Plänen zufolge wird der Platz in diverse Bereiche eingeteilt. Diese sollen jeweils eine für sie bestimmte Funktion erfüllen. Es gibt jedoch keineswegs klare Grenzen zwischen den Bereichen, vielmehr gehen diese fließend ineinander über. Um die Platzmitte angeordnet befinden sich grüne Pflanzinseln, die mit schlichten Stahlbänken samt Sitzflächen aus Holz Sitzmöglichkeiten bieten. Der Bodenbelag aus großformatigen Granitplatten in unterschiedlichen Größen und Bändern ergibt in diesen Bereichen einen „Pflasterteppich“, der den Aufenthaltscharakter unterstreicht und dezent vermittelt, dass es sich hier um eine Fläche handelt, die Fußgängern vorbehalten ist.

 

„Die Aufenthaltsbereiche sind so gewählt, dass sie tagsüber stets Schattenplätze bereithalten, vorausgesetzt natürlich, dass die Bäume schon eine ausreichende Größe haben“, bestätigt Dipl.-Ing., Landschaftsarchitekt Helmut Mühlbacher. Zwischen den Ruheinseln liege die großzügige und offen gehaltene Zone für Veranstaltungen, Feste und für Musik und Spiel samt der dafür notwendigen Infrastruktur, wie sie beispielsweise Bodentanks mit Stromanschlüssen und Steckdosen darstellen. Erkennbar sei dieser Bereich am Bodenbelag, der aus gesägtem Granitpflaster, verlegt als „wilder Verband“, bestehe, der zum Spielen und Bewegen anhalte. Als Ort für Mußestunden sei hingegen der Ruhepol rund um den schlichten Brunnen gedacht, in dem das Wasser vor sich hinplätschere. „Dort sorgen auch ein schattenspendender Baum, eine extensive Wiesenböschung vor der Kirchenmauer und einfache Holzbänke für einen Rückzugsort“, sagte Mühlbacher. Die Kinder erhalten im westlichen Teil, nördlich des Bürgerhauses ein kleines Spielangebot. Die Flächen an der Westseite des Hauses seien hingegen für die Ver- und Entsorgung bestimmt. Angedacht sei auch die Beruhigung des Straßenverkehrs an den drei umliegenden Kreuzungs- und Anschlusspunkten rund um den Dorfplatz, was durch den Belagswechsel vom bisherigen Asphalt auf Natursteinpflaster erreicht werden soll. „Der neue und barrierefrei gehaltene Zugang hinauf zur Wallfahrtskirche ermögliche es, dass sich alle in der Mobilität eingeschränkten Personen problemlos in das Gotteshaus und dessen Vorplatz begeben können. „Die Rampe ist so gestaltet, dass sie sechs Prozent Steigung nicht überschreitet. Alle sechs Meter gibt es gemäß den Vorschriften dann auch ein Podest zum Ausruhen.“

 

Der südlich gelegene Außenbereich vor dem Jugendraum im Bürgerhaus liegt den Plänen zufolge etwas tiefer, sodass die jungen Leute auch mal ganz für sich sein können. Den Höhenunterschied auf der Südseite gleicht man durch eine Natursteinmauer in Trockenbauweise aus. Vor der Mauer befindet sich ein Sitzblock. Zur Begrünung der Mauer und als optischer Abschluss ist der Pflanzstreifen dahinter mit Kleinsträuchern und Kletterpflanzen bestückt. An der im Süden des Hauses angelegten und mit Glas überdachten Terrasse entsteht der Wartebereich für die Bushaltestelle, die etwas höher liegt als die Busbucht. Um den Höhensprung überwinden und einen qualitätsvollen Aufenthalt schaffen zu können, arbeiten die Planer hier mit Natursteinblöcken, die zum Teil mit Holzauflagen versehen sind. Diese fassen die Terrasse ein und runden das Bild von außen ab.

 

An der Ostseite des Gebäudes sind zehn Fahrradlehnbügel aus lackiertem Stahl montiert, die Platz für bis zu 20 Fahrräder bieten. Weitere Anlehnbügel entstehen in der Nähe des Kinder-Spielbereichs, im Nordwesten des Platzes. Der neu gestaltete Parkplatz an der Salzburger Straße stellt sechs Stellplätze und zusätzlich einen behindertengerechten Parkplatz direkt am westlich gelegenen Lieferzugang des Hauses bereit. Im Gegensatz zum bestehenden Parkplatz arbeiten die Planer hier, bis auf den Behindertenstellplatz, mit wasserdurchlässigem Rasenfugenpflaster. Die Planung enthält zudem Vorschläge zur Geländemodellierung und Entwässerung, zur Vegetation und zur Bepflanzung. So wird unter anderem Wert daraufgelegt, dass die angedachten Bäume, die lichten Schatten spenden und den Platz rahmen, so platziert sind, dass sie bei Veranstaltungen nicht stören. Der Raum südlich und östlich außerhalb der Kirchenmauer wird mit einer artenreichen, extensiven Magerwiese begrünt. Die Wiese bildet sich als leichte Böschung von der Mauer zum Platz hin aus, um den erhabenen Charakter der Kirche zu betonen. Um die Strukturierung der Salzburger Straße hervorzuheben, werden ebenfalls Bäume gepflanzt. Um eine gute Beleuchtung der Zugangswege zum Dorfzentrum zu gewährleisten, lässt die Gemeinde im Süden des Bürgerhauses und entlang der Ruperti- und Salzburger Straße neue Mastleuchten installieren. Nur an Stellen, an denen die Verkehrssicherheit nicht durch diese Leuchten gegeben ist, wollen die Planer zusätzlich einige wenige Pollerleuchten einbauen. Der Platz selbst wird in erster Linie durch stimmungsvoll wirkendes indirektes Licht von Lichtquellen erhellt, die unter den Sitzbänken und am Brunnen installiert sind. Der barrierefreie Zugang zum Gotteshaus erhält sein Licht von der Unterseite des Handlaufs. Im Norden des Platzes soll eine flexible Lichterkette mit LED-Lampions für dezentes Licht sorgen. Den Stromverteilerkasten zur Steuerung der Beleuchtung errichtet man auf der Westseite des Bürgerhauses.

 

Im Zuge des Dorfplatzausbaus möchte die Kirchenverwaltung der Kuratie St. Leonhard das Umfeld der Wallfahrtskirche erneuern und modernisieren. Bezüglich der Kirchenrenovierung laufen aber noch die Verhandlungen mit dem Erzbischöflichen Ordinariat.

 

Zudem lässt die Kirchenverwaltung den südlichen Teil der Friedhofsmauer sanieren und die ganze Mauer neu eindecken. Sie erneuert auch die äußere Kirchenbeleuchtung, baut den Heizungskeller um, versetzt den Schachtdeckel und gestaltet den Eingangsbereich auf der östlichen Seite um.

 

Letztlich soll alles miteinander harmonieren, wozu auch die verwendeten Werkstoffe, die Materialien der Straßen- und Wegebeläge und die Pflasterung des Platzes beitragen.

 

Gelesen 377 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 19 Mai 2021 16:46
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