Samstag, 11 April 2015 02:00

Neun Flüchtlinge aus dem Senegal eingetroffen

geschrieben von 
|||| |||| Reinmiedl Willy|Wolff Peter|Wolff Peter||

„Geben wir ein Stück von unserem Glück ab“ - In Wonneberg sind neun Flüchtlinge aus dem Senegal eingetroffen und herzlich empfangen worden - Helferkreis gegründet

Herzlich und sehr freundlich hat die Gemeinde Wonneberg neun Flüchtlinge aufgenommen. Einen Tag später als erwartet trafen die jungen Männer aus dem Senegal mit dem Zug von München kommend in Weibhausen ein. Sie sind im ehemaligen Gasthaus Parzinger untergebracht. Dort hat Wolfgang Parzinger in den vergangenen Wochen mit zahlreichen freiwilligen Helfern die fünf bestehenden Gästezimmer umgebaut und modernisiert. Jedes Zimmer verfügt über eine Nasszelle und ist mit Fernseher und Radio ausgestattet. „Wir haben versucht, die Räume so einladend wie möglich zu gestalten. Unsere Gäste sollen sich hier willkommen fühlen“, betont Parzinger. In einer neu eingerichteten großen Küche können sich die Flüchtlinge aufhalten, selbst versorgen und gemeinsam kochen. Auch das Putzen der Zimmer und das Waschen der Wäsche organisieren die Männer selbstständig.

 

Die neun neuen Wonneberger Bürger sind zwischen 20 und 35 Jahre alt. Sie sprechen vornehmlich französisch, einige können sich aber auch in englisch und italienisch verständigen. Gemeinsam mit Wolfgang Parzinger haben die junge Männer bereits die Gemeinde und ihre Nachbarorte erkundet. „Sie sind sehr wissbegierig und wollen schnell lernen“, schildert Parzinger. Deshalb ist auch vorgesehen, baldmöglichst tagsüber Deutschunterricht anzubieten.

 

Grünes Licht gab es auch bereits von der DJK Otting. Dort dürfen die Wonneberger Flüchtlinge am Fußballtraining teilnehmen beziehungsweise bei den Punktspielen am Wochenende zuschauen. Eintritt wird nicht verlangt. Georg Steinmaßl, Vorstand der DJK, unterstützt ausdrücklich die Integrationsbemühungen der Gemeinden. Ein Asylbewerber geht für die Ottinger Kicker bereits auf Torejagd. Benötigt werden jetzt noch gebrauchte Fußballschuhe und Trainingsanzüge. Aber auch eine Tischtennisplatte und/oder ein Kicker sowie ein alter, aber funktionstüchtiger Computer sucht Wolfgang Parzinger noch für seine Gäste.

 

15 Wonneberger Bürger haben sich spontan zu einem Helferkreis zusammengeschlossen. Sie wollen den Flüchtlingen aus dem Sengal helfen, sich schnellstmöglich in der fremden Kultur zurecht zu finden, damit sie sich sicher und geborgen in der neuen Heimat fühlen können. Man möchte mit ihnen Deutsch lernen und sie bei allen erforderlichen Arzt- und Behördengängen begleiten. „Uns geht es gut, wir hatten Glück, dass wir in Deutschland geboren wurden. Dafür sollten wir jeden Tag dankbar sein. Und geben wir den Menschen, die benachteiligt sind, doch ein Stück von unserem Glück ab“, betont Ursel Riedl. Die Riedls haben bereits mehrfach Flüchtlingskinder in ihrer Familie aufgenommen. „Wir persönlich haben durch die Aufnahme der Flüchtlingskinder eine große Horizonterweiterung erfahren“, erläutert Gemeindereferent Martin Riedl. „Es ist ja nicht ausschließlich so, dass wir nur geben. Wir nehmen auch ganz viel von den Flüchtlingen und können so manches von ihnen lernen.“

 

Das nächste Treffen des Helferkreises findet am Sonntag, 11.04.2015 um 19 Uhr im ehemaligen Gasthaus Parzinger statt. Interessierte, die ebenfalls ihre Talente und Fähigkeit bei der Betreuung der Flüchtlinge einbringen möchten, sind willkommen. Im Anschluss wollen sich die Wonneberger mit ihren neun neuen Gästen zusammensetzen.

mia

 

 

Gelesen 1997 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 15 April 2015 14:05